Roboter WM Fußballspiele ohne Treffer


Wenig Glück für die fußballspielenden Roboter bei der Weltmeisterschaft in China: Fast keine Mannschaft konnte seit dem Start der Vorrunde am vergangenen Mittwoch überhaupt ein Tor schießen. Die zweibeinigen Techno-Kicker kämpfen mit Problemen.

Die zweibeinigen, knapp 60 Zentimeter großen Metall-Kicker kämpfen in der Vorrunde bei der Weltmeisterschaft in China mit deutlichen technischen Problemen, wie das am Wettkampf beteiligte Team der Berliner Humboldt-Universität auf seiner Internetseite berichtete. Allein die australischen "Numanoids" schossen in Suzhou demnach bereits zwei Tore - eines davon war allerdings ein Eigentor. Die WM endet am Sonntag.

Damit in der Vorrunde Gruppensieger ermittelt werden können, führten die Organisatoren laut Humboldt-Universität im Falle eines Unentschiedens eine Zweitwertung ein. Diese soll die Stärke eines Teams einschätzen. Demnach gibt es einen Punkt dafür, dass die knubbeligen Roboter überhaupt stehen und sich in irgendeiner Art und Weise bewegen können. Können sie auch stabil laufen, kommen zwei Punkte hinzu. Drei Punkte werden für das Verfolgen des Balls vergeben, vier für das Schießen des Balls. Roboter, die den Ball außerdem wie bei einem "richtigen" Fußballspiel in Torrichtung bewegen, können sogar fünf Punkte verbuchen.

Die Entwicklung der kleinen Maschinen befindet sich noch in einem frühen Stadium, deswegen sind sie beispielsweise bei Stürzen noch sehr empfindlich. Doch auch die Programmierung jedes einzelnen "Fußballers" ist eine Herausforderung für die Teams. Schließlich müssen sie jeden Schritt eines Spiels bei den Robotern genau programmieren. Die Informatiker der Humboldt-Universität benötigten dafür eigenen Angaben zufolge mehrere zehntausend Programmanweisungen.


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