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Schifffahrt: Erster Erfolg bei der Bergung der "Graf Spee"

Nach einigen vergeblichen Versuchen haben die Bergungsmaßnahmen des Kriegsschiffes "Admiral Graf Spee" ein erstes Ergebnis erzielt. Ein 27 Tonnen schwerer Entfernungsmesser wurde geborgen.

Gerade wollte das Bergungsteam des deutschen Kriegsschiffes "Admiral Graf Spee" in Jubel ausbrechen, da gab es einen lauten Knall. Eine der Stahltrossen des Schwimmkrans war gebrochen und der tonnenschwere Entfernungsmesser des seit bald 65 Jahren vor Montevideo selbst versenkten Panzerschiffes stürzte in die Fluten des Rio de la Plata zurück. "Mir rutschte das Herz in die Hose", gestand der Finanzier der Bergung, der uruguayische Unternehmer Alfredo Etchegaray. Wie durch ein Wunder wurde keiner der 50 an der Bergung beteiligten Männer verletzt.

Erst Ausstellung, dann Analyse

Nach weiteren Stunden harter Arbeit der Taucher und Techniker unter Leitung des Bergungsexperten Héctor Bado war es dann endlich soweit. Das Gerät zur Zielerfassung der schweren 28 Zentimetergeschütze des Panzerschiffes konnte sicher aus dem Schlamm des braunen Flusses auf eine Schwimmplattform gehievt werden. "Es soll nun einige Tage am Hafen von Montevideo ausgestellt werden. Dann beginnt die Restaurierung", sagte Etchegaray, der die Konzession für die Bergung des Schiffes besitzt. Er träumt davon, dass die 186 Meter lange "Graf Spee" einst als Museumsschiff in der Hauptstadt Montevideo liegen wird.

Immense Probleme

Der Erfolg vom Mittwoch kann jedoch nicht über die immensen Schwierigkeiten hinwegtäuschen, auf die sich das Bergungsteam gefasst machen muss. Eigentlich hatte die Bergung des 27 Tonnen schweren Entfernungsmessers nur eine Art Fingerübung werden sollen. "Morgens fahren wir raus zum Wrack und gegen Mittag könnte das Gerät schon gehoben sein", hatte sich Bado vor dem ersten richtigen Versuch am 9. Februar noch optimistisch geäußert. Am Abend jenes Tages kam das Bergungsteam frustriert, erschöpft und nur mit einem Knäuel zerfetzter Stahlseile zurück in den Hafen. Wind und hohe Wellen sollten den Tauchern und Kranführern auch in den kommenden Wochen immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen.

Erste große Seeschlacht des Zweiten Weltkriegs

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges befand sich die "Graf Spee" im Südatlantik und machte Jagd auf britische Frachtschiffe. In der Mündung des Rio de la Plata wurde sie von mehreren britischen Kriegsschiffen gestellt. Bei der ersten großen Seeschlacht des Krieges wurde das Schiff erheblich beschädigt. Mit 36 toten Matrosen lief sie Montevideo an, musste den Schutzhafen aber auf Druck des britischen Botschafters schon nach vier Tagen wieder verlassen.

Kapitän Hans Langsdorff erschien der weitere Kampf aussichtslos, und am 17. Dezember befahl er alle Mann in die Boote und ließ sein Schiff versenken. Die meisten der 1100 Mann Besatzung gingen in Argentinien an Land und wurden interniert. Langsdorff nahm sich drei Tage später das Leben.

"Symbol für Menschlichkeit im Krieg"

"Das Schiff ist ein Symbol für Menschlichkeit im Krieg, weil der Kapitän angesichts eines als aussichtslos eingeschätzten Kampfes die Selbstversenkung befahl", hat Bado die Motive für die geplante Hebung der "Graf Spee" beschrieben. "Der Kapitän ersparte seinen Jungs und den Jungs der gegnerischen Schiffe den Tod", beschreibt Bado die Bedeutung, die das Wrack für ihn hat.

Bis das abgebrochene Heck und der Rest des Stahlkolosses gehoben sind, werden nach Einschätzung Etchegarays noch drei bis vier Jahre vergehen. Schon für den nächsten Schritt, die Bergung der 300 Tonnen schweren Geschütztürme, werde ein großer Schwimmkran aus Nachbarländern oder gar aus Europa benötigt.

Eine Nummer zu groß?

Bado schätzt die Kosten auf umgerechnet mehrere Millionen Euro, ohne eine genaue Zahl nennen zu können. Sponsoren würden im Bereich der Industrie vor allem in Deutschland gesucht, fügt Etchegaray hinzu. Die "Graf Spee" könnte sich jedoch leicht als eine Nummer zu groß für den Etchegaray erweisen, der sonst unter anderem Modeschauen und Prominentenpartys organisiert.

Jan-Uwe Ronneburger/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.