TV-Trends auf der CES Leuchtdioden für flaches Fernsehen


Wer hat den Größten, ist nicht mehr die zentrale Frage im Wettbewerb der Fernsehhersteller. Jetzt heißt es: Wer hat den Flachsten?. Der Sieger auf der CES in Las Vegas: Sony mit einem serienreifen Display von drei Millimetern Dicke. Weitere TV-Trends: Leuchtdioden, Netzwerkanschlüsse und Flash-Speicher.

Neue Techniken für das hochauflösende Fernsehen haben die Besucher der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas in ihren Bann gezogen. Auf zunehmende Aufmerksamkeit stoßen derzeit Bildschirme mit Leuchtdioden, die bislang aber noch zu teuer sind. Die OLED-Bildschirme sind extrem flach, brauchen wenig Energie und haben ein Kontrastverhältnis von 1.000.000:1. Sony präsentiert ein 11-Zoll-Modell (27 cm), dessen Schirm nur 3 Millimeter dünn ist. Es wird in Japan bereits angeboten und kostet dort umgerechnet 1.800 US-Dollar. Es soll noch in diesem Jahr in den US-Handel kommen. Sony zeigt auch einen 10 Millimeter dicken 27-Zoll-Prototypen (69 cm), dessen Serienstart allerdings noch nicht fest steht.

Dass beides auch mit der Plasma-Technik möglich ist, demonstriert Pioneer mit Protoypen von zwei Fernsehgeräten, die möglicherweise im nächsten Jahr auf den Markt kommen.

Hochfrequenz für Actionfilme

Die DLP-Technik (Digital Light Processing) von Texas Instruments nutzt LED-Hintergrundleuchten (Backlights) sowie winzige Spiegel auf einem Chip, um ein besonders helles Fernsehbild zu ermöglichen. Ein auf der CES vorgestelltes Gerät hat eine Bildwiederholfrequenz von 240 Hertz, was laut Hersteller besonders für schnelle Sportarten und Actionfilme geeignet ist.

Während Sharp in Las Vegas weiter auf besonders große LCD-Fernseher setzt, kümmert sich Samsung wieder einmal um die Verbindung von TV-Gerät und Computer. Die auf der CES gezeigten LCD- und Plasma-Modelle mit Ethernet-Anschluss können als Bild im Bild aktuelle Nachrichten, Wetterinformationen oder Börsenkurse von "USA Today" anzeigen. Außerdem haben die Fernseher einen Speicherbaustein mit fertigem Content: Bilder für einen Bildschirmschoner, Fitness-Programme, Rezepte und einfache Spiele wie Sudoku. Der Inhalt des Flash-Speichers kann über Internet-Downloads aktualisiert werden.

JVC will im März einen LCD-Fernseher mit Anschluss für den iPod einführen. Der iPod kann mit der Fernbedienung gesteuert werden, um Videos und Fotos anzuzeigen oder Musik abzuspielen. Bei Musik-Playlisten werden auch die dazu gespeicherten Informationen auf dem Bildschirm gezeigt.

TV-Empfänger für mobile Geräte

Einen neuartigen TV-Empfänger für die Erweiterung von mobilen Geräten stellen LG Electronics und die Firma Harris vor. Der "Mobile Pedestrian Handheld" (MPH) kann in Handys, Media-Player, Navigationsgeräte oder auch in Notebooks integriert werden. Nach Feldversuchen in Chicago und Washington soll die Technik in diesem Jahr weiter getestet und voraussichtlich 2009 zur Marktreife gebracht werden. Im Unterschied zu anderen Techniken für das mobile Fernsehen mit einem starken Einfluss der Mobilfunkanbieter, könnten beim MPH die Fernsehsender ihre Inhalte wieder selbst in die Hand, erklärte Harris-Vorstandschef Howard Lance.

Brian Bergstein/AP AP

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