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"USS Zumwalt": US-Navy zeigt Innenleben ihres Stealth-Zerstörers

Die "USS Zumwalt" wirkt, als stamme sie eher aus der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts: Erstmals hat die US-Navy einen Einblick ins Innere ihres neuen Prestige-Schiffes gewährt. Folgen Sie uns in der stern-Fotostrecke mit an Bord.

Der ganze Stolz der US-Flotte: Die "USS Zumwalt" hat in der Marinebasis in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island angelegt. Gebaut wurde das Schiff mit einer Verdrängung von über 15.000 Tonnen an der US-Ostküste. In Zukunft wird die "Zumwalt" jedoch im Pazifik operieren.

Der ganze Stolz der US-Flotte: Die "USS Zumwalt" hat in der Marinebasis in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island angelegt. Gebaut wurde das Schiff mit einer Verdrängung von über 15.000 Tonnen an der US-Ostküste. In Zukunft wird die "Zumwalt" jedoch im Pazifik operieren.

Ursprünglich sollten 32 Schiffe der futuristischen Zerstörer-Klasse für die US-Navy gebaut werden, mittlerweile ist die Zahl jedoch auf nur noch drei geschrumpft: Doch wo die insgesamt 4,4 Milliarden Dollar teure "USS Zumwalt" anlegt, sind ihr staunende Blicke gewiss. Das Schiff verfügt über ein Tarnkappen-Design, das dazu dient, die Radarsignatur des Schiffes drastisch zu verringern - auf die Größe eines Fischerbootes.

Bevor die Zuwalt in ihren neuen Heimathafen nach San Diego aufbricht, hat die Armeeführung nun Einblicke ins Innenleben des größten und kampfstärksten Zerstörers der Geschichte gewährt: Hierbei wurde sowohl die Brücke, als auch das Waffen- und Missionszentrum gezeigt. Demnach erlaubt die Brücke einen 180-Grad-Blick über das Schiffsdeck hinweg. Dieses ist mit zwei neuartigen Geschützen versehen, die Projektile über eine Distanz von über 110 Kilometern verschießen können. Darüber hinaus ist die "Zumwalt" mit einer Reihe moderner Raketensysteme ausgestattet, mit der sie Ziele zu Wasser, zu Land und in der Luft ins Visier nehmen kann. 

Gebaut in der Traditionswerft Bath Iron Works im US-Bundesstaat Maine soll der Zerstörer im Oktober ihren aktiven Dienst antreten. Auch das zweite Schiff der Reihe, die "USS Michael Monsoor" wurde bereits fertiggestellt und befindet sich derzeit in der Testphase. Das dritte und vorerst letzte Schiff, die "USS Lyndon B. Johnson", befindet sich derzeit noch im Bau.

"USS Zumwalt" soll die US-Pazifik-Flotte verstärken

Beim der Konstruktion des Schiffes wurde besonders darauf geachtet, auch zukünftige Waffen- und Schiffssysteme in den 185-Meter langen Koloss integrieren zu können. Die "Zumwalt" verfügt über eine sehr großzügig bemessene Energieversorgung, weshalb sie eines Tages auch mit experimentellen Waffensystemen wie beispielsweise einer elektromagnetischen "Railgun" oder Lasersystemen ausgerüstet werden könnte. Zudem soll die "Zumwalt" besonders leise sein, was ihren Stealth-Faktor zusätzlich erhöht.

Vizeadmiral Tom Rowden sagte der Nachrichtenagentur "Associated Press", das Boot werde in Zukunft eine wichtige Rolle innerhalb der US-Pazifikflotte einnehmen. Ihr Anblick werde "sehr beruhigend" auf Partner und Alliierte wirken - auf potentielle Feinde wirke sie hingegen "bedrohlich". "Sie ist die Verkörperung des Geistes technologischer Errungenschaften und der Zukunft unserer Marine", so Rowden.

"USS Zumwalt" wird von Captain Kirk befehligt

Benannt ist die "USS Zumwalt" nach den verstorbenen Admiral Elmo Zumwalt, der für seinen Dienst im Zweiten Weltkrieg mit dem "Bronze Star" ausgezeichnet wurde. Zumwalt hatte den Ruf eines Reformers, der sich gegen Rassismus und Sexismus innerhalb der Marine einsetzte.

Befehligt wird die "Zumwalt" übrigens von Kapitän James Kirk: Dabei ist die Namensverwandtschaft zum ikonischen Star-Trek-Kapitän James T. Kirk, der die USS Enterprise durch die Tiefen des All steuerte, wohl reiner Zufall: "Als ich an meinem ersten Tag an der Marineakademie auftauchte, sagte jemand, 'Ich kann es gar nicht abwarten, bis du Kapitän wirst'", so Kirk zur Associated Press.

Begleiten Sie uns in der stern-Fotostrecke mit an Bord des modernsten Schiffs der US-Navy.

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