VIP-Boeing 787 Im Bauch eines Luxus-Vogels


Boeings neuer Luftgigant, die 787, wird erst in zwei Jahren abheben. Doch schon jetzt hat die Lufthansa das Innenleben des Vogels veredelt. stern.de zeigt erste Bilder.

Rund zwei Jahre bevor die neue Boeing 787 in den Liniendienst geht, hat Lufthansa Technik bereits eine Luxusversion der Flugzeugkabine präsentiert. Auf der "NBAA 2006"-Fachmesse in Orlando stellt das Hamburger Unternehmen gemeinsam mit einem amerikanischen Designbüro einen entsprechenden Entwurf vor. Die Luxusausstattung bietet rund 30 Reisenden Platz, in das "normale" Passagierflugzeug passen 200 bis 250 Menschen.

Luxusflieger für Promis und Staatsoberhäupter

Mögliche Kunden für das umgebaute Flugzeug sieht Lufthansa Technik bei Staatsoberhäuptern und Prominenten aus dem Showgeschäft, aber auch bei Betreibern von Geschäftsreiseflugzeugen. Der Umbau von Verkehrsflugzeugen zu komfortablen Firmen- oder Privatjets wird seit Jahren sowohl für Airbus- als auch Boeing-Jets angeboten.

Nach Angaben des amerikanischen Herstellers sind derzeit rund 300 Boeing-Flugzeuge als VIP- und Businessjet unterwegs. Lufthansa Technik ist seit Jahrzehnten auf Umrüstung und Wartung von privaten Großraumjets spezialisiert.

Airbus contra Boeing - Giganten im Vergleich

Der Markt für zivile Großraumflugzeuge wird heute vom Wettbewerb zwischen dem europäischen Airbus-Konzern und Boeing dominiert. Ihre Jets prägen das Bild an allen großen Flughäfen der Welt. Beide Unternehmen verbuchen jeweils rund 50 Prozent aller Neuaufträge für sich.

Boeing blickt dabei auf die längere Tradition zurück: Seit dem Start der Boeing 707 vor rund 50 Jahren dominierte das US-Unternehmen bis in die 90er Jahre den Markt: Zu den bekanntesten Baureihen zählen die 727, 737, 747, 757, 767 sowie 777. Der Konzern mit rund 150 000 Mitarbeitern ist neben dem zivilen Flugzeugbau auch im Bereich Militärluftfahrt und Raumfahrt aktiv. Der Jahresumsatz belief sich 2003 nach Angaben von Boeing auf 50 Milliarden US-Dollar.

Airbus konnte vor allem seit den 90er Jahren immer mehr Fluggesellschaften als Kunden für seine Modelle Airbus A300, A310, A320, A330 und A340 gewinnen. Flaggschiff ist der gigantische Airbus A380 mit 550 Sitzen. Allerdings ist Airbus durch mehrfache Verzögerungen und technische Probleme beim dem Prestigeobjekt A380 in die Krise geraten. Zuletzt wurden Befürchtungen laut, die Schwierigkeiten bei dem Tochterunternehmen des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS könnten zu massiven Jobverlusten in Deutschland führen.

Udo Lewalter mit DPA

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