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Zubehör: Objektiv falsch

Alte Linsen bereiten Digitalkameras oft Probleme.

Auf den ersten Blick ist das ganz einfach: Wer noch Wechselobjektive für seine analoge Spiegelreflexkamera hat, kann sie seiner neu gekauften Digitalen gleichen Fabrikats einfach ansetzen. Rein äußerlich unterscheiden sich digitale und analoge Optiken nicht, und auch die Anschlüsse ("Bajonette") sind so beschaffen, dass man sie austauschen kann.

Dabei sind Digitalkameras und Analog-objektive nicht optimal aufeinander abgestimmt. Analogobjektive leuchten ein relativ großes Rechteck aus, nämlich 24 x 36 Millimeter - die Fläche, wie sie auf einem Filmstreifen belichtet wird. Digitale Lichtsensoren sind aber kleiner. Bei den meisten Digitalreflexkameras messen sie 15 x 23 Millimeter. Sie können deshalb auch nur einen zentralen Ausschnitt des Bildes aufnehmen, das das analoge Objektiv liefert. Das hat einen Tele-Effekt zur Folge: Die so gewonnenen Bilder wirken wie um das 1,5fache herangezoomt.

Schwierigkeiten macht zudem das Auflösungsvermögen analoger Objektive, das oft nicht ausreicht, alle kleinen Pixel der Digitalkamera optimal zu belichten. Darüber hinaus mögen es digitale Sensoren gar nicht, wenn die Lichtstrahlen schräg auftreffen, was sich besonders kritisch bei Weitwinkelaufnahmen und in den Randbereichen des Bildes bemerkbar macht. Kein Wunder, dass viele Fotografen mit der Analog/Digital-Kombination unzufrieden sind - die Internetforen sind voll von Beschwerden.

Mehr und mehr gehen die Kamerahersteller deshalb dazu über, Wechselobjektive auf den Markt zu bringen, die speziell für den Digitaleinsatz gerechnet sind. Sie haben kürzere Brennweiten, und ihr Strahlengang ist an die Anforderungen der Digitaltechnik angepasst. Unter dem Namen "FourThirds" hat Olympus ein speziell für die Digitalfotografie konstruiertes Spiegelreflexsystem entwickelt. Auf das Angebot an die anderen Hersteller, "FourThirds" zum Standard für alle künftig gebauten Kameras zu machen, ist allerdings noch kein anderer Kamerahersteller eingegangen.

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