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Volle Lagerhäuser Warum sich ein PC-Kauf jetzt lohnt


Laut einem Medienbericht quellen die PC-Bestände bei Händlern in Europa derzeit über. Vor dem Start von neuen Prozessoren und Windows 10 winkt so manches Schnäppchen - ein guter Zeitpunkt zuzugreifen.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich in nächster Zeit ein neues Notebook zuzulegen, für den ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt gekommen. Laut einem Bericht der IT-Zeitung "DigiTimes" haben viele Elektronikhändler in Europa derzeit prallvolle Lagerhäusern - so voll, dass einige Händler angelich keine neuen Geräte mehr von den Herstellern annehmen. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf Quellen bei Komponentenherstellern. Zunächst waren die Prognosen der Branche für das zweite Quartal dieses Jahres noch optimistisch - doch mittlerweile stauen sich die Geräte in den Lagern. Da Deutschland einer der wichtigsten Absatzmärkte in Europa ist, ist es eher unwahrscheinlich, dass die Lage hierzulande anders ist. Die logische Schlussfolgerung: Wenn die Bestände sehr hoch sind, fallen in der Regel die Preise um Platz für die neusten Rechner-Modelle zu schaffen.

Doch warum sitzen die Händler gerade jetzt auf so vielen Notebooks? Der Hauptgrund besteht darin, dass eine Vielzahl von potenziellen Käufern auf das Erscheinen von Windows 10 wartet. Das neue Microsoft Betriebssystem soll ab dem 29. Juli im Handel erhältlich sein. Händler hatten allerdings damit gerechnet, dass Verbraucher ihre Kaufentscheidung nicht vom Windows-10-Release abhängig machen. Schließlich wird das neue Betriebssystem für einen Großteil der älteren Windows-Versionen (Vista, 7, 8) sowieso als kostenloses Upgrade zur Verfügung stehen.

Verbraucher warten auf Windows 10

Ursprünglich war die Branche von Microsofts Windows-Release-Plänen wenig begeistert. Es wurde befürchtet, dass aufgrund des kostenlosen Upgrades eines der Hauptargumente für den Kauf eines neuen PCs wegfällt. Doch offensichtlich warten potentielle Käufer trotzdem auf Windows 10 - und zwar auf die vorinstallierte Version auf einem Neu-PC. Viele fürchten sich vor einem Upgrade - zu groß scheint das Risiko, dass etwas schief geht und das wichtige Daten und Programme verloren gehen.

Allerdings sind solche Ängste meist unbegründet. Microsoft steht nach Windows 8, das bei vielen Nutzern durchfiel, unter starkem Druck. Ein verpatzter Produktstart könnte für den Konzern aus Redmond schwerwiegende Konsequenzen haben. Alleine deshalb wird Microsoft alles tun, um die Upgrades auf Millionen von Rechnern sauber über die Bühne zu bringen und so einfach wie möglich zu gestalten: Sobald der Nutzer seine Einwilligung erteilt hat, lädt der PC zum gegebenen Zeitpunkt das Upgrade automatisch runter. Danach fragt das System, wann das Upgrade installiert werden soll. Nach der Installation und einem Neustart sollte Windows 10 problemlos hochfahren. Auch die meisten Standart-Programme sollten ohne Neuinstallation unter Windows 10 funktionieren.

Die Installation dürfte auch von Laien problemlos zu bewältigen sein. Deshalb lohnt es bei einem anstehenden Neukauf kaum, auf ein Gerät zu warten, bei dem Windows 10 bereits vorinstalliert ist, da man das Upgrade ohnehin kostenlos erhält. Ein guter Zeitpunkt also von den vollen Lagern und möglichen Rabatten zu profitieren.

Lohnt sich "Skylake" ?

Ein zusätzlicher Grund, warum einige Verbraucher noch mit dem Kauf eines neuen PCs warten, ist der Release von Intels neuer Prozessor-Generation "Skylake". Die neuen Chips sollen zwischen August und September auf den Markt kommen. Ursprünglich war der Start bereits für das zweite Quartal 2015 angesetzt. Die Notebook-Variante des Prozessors soll laut "Digitimes" nun jedoch erst im vierten Quartal dieses Jahres erscheinen. Dies soll Händlern mehr Zeit geben, Geräte mit dem aktuellen "Broadwell"-Chipsatz an den Mann zu bringen. Bei den großen Händlern finden sich sogar noch viele Modelle, bei denen ein Vorgänger-Chip der "Haswell"-Generation verbaut ist. Diese Chips sind mittlerweile bereits zwei Jahre alt. All dies deutet auf einen Absatz-Stau bei den Händlern hin. Laut "DigiTimes" könnte sich dies sogar auf das nächste Jahr auswirken - die für das zweite Quartal 2016 geplanten Intel "Cannonlake"-Chips könnten sich laut der Zulieferer-Quelle ebenfalls verzögern.

Lohnt es sich auf die anstehenden "Skylake"-Chips zu warten? Es kommt drauf an. "Skylake"-Chips sollen einen deutlichen Technologie-Sprung zu den Vorgängergenerationen "Haswell" und "Broadwell" bieten. Weniger Stromverbrauch und ein Performance-Plus von mindestens zehn Prozent sind zu erwarten. Die neuen Prozessoren dürften beim Start allerdings auch deutlich teurer sein als aktuelle Modelle. Die stärkere Performance kommt besonders rechenintensiven Programmen zugute, macht sich bei Standard-Anwendungen aber kaum bemerkbar. Somit bieten die aktuellen "Haswell"- und "Broadwell"-Modelle für Ottonormalverbraucher ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Es spricht somit einiges dafür, dass in nächster Zeit das ein oder andere Notebook-Schnäppchen bei den Händlern zu holen ist.

amt

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