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Beiträge im Netz: Das Erfolgsgeheimnis von Webvideos

Internetclips begeistern täglich ein Milliardenpublikum und machen dem Fernsehen zunehmend Konkurrenz. stern.de erklärt, was ein Webvideo eigentlich ist - und warum immer mehr zuschauen.

Von Dominik Brück

Das traditionelle Fernsehen gehört für viele längst der Vergangenheit an: Ob auf dem Smartphone, dem Tablet oder dem PC, immer mehr Menschen nutzen das Internet, um in den Genuss bewegter Bilder zu kommen. Rund 169 Minuten verbringt der deutscher Nutzer täglich im Netz. Insgesamt acht Milliarden Videos werden dabei pro Monat angesehen. Besonders beliebt sind Webvideos, die auf Kanälen wie Youtube ein riesiges Publikum haben. Aber was ist überhaupt ein Webvideo und warum sind diese so beliebt?

Clips von jedermann für jedermann

Während beim Fernsehen die Rollen von Produzent und Zuschauer klar verteilt sind, heben Webvideos dieses Verhältnis vollständig auf. Um selbst Inhalte ins Netz zu stellen, braucht man nicht viel - lediglich eine Kamera und einen Internetzugang. Jeder kann also ganz leicht seine Filme einem Milliardenpublikum zugänglich machen oder aus einem gewaltigen Angebot seine Lieblingsclips zusammenstellen. Denn auch hier unterscheiden sich Webvideos vom altbekannten Fernsehen: Es gibt kein festes Programm und keine vorgegebenen Sendezeiten. Die Nutzer können selbst entscheiden, wann sie welche Videos sehen wollen und diese so oft anschauen, wie sie wollen - und das in der Regel kostenlos und ohne lange Werbeblöcke.

Die wenigsten sind dabei passive Zuschauer: Auch wenn man keine eigenen Clips ins Internet stellt, ist man nicht auf das reine Ansehen eines Videos beschränkt. Die Filme anderer werden kommentiert und bewertet - nicht selten entstehen angeregte Diskussionen über die gezeigten Inhalte. Besonders beliebte Videos verbreiten sich rasant über soziale Netzwerke und erreichen so eine noch größere Bekanntheit. Wie wichtig diese Art der Verbreitung für den Erfolg der Clips ist, zeigt das Beispiel Facebook: Täglich wird allein hier Videomaterial geschaut, das einer Länge von 500 Jahren entspricht.

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Emotional, überraschend, unterhaltsam

Was das eine Video erfolgreicher macht als das andere, lässt sich schwer genau bestimmen. Die Vielfalt der Clips ist groß: Es gibt Ratgeber, persönliche Aufnahmen, lustige und nachdenkliche Filme. Häufig stoßen Nutzer zufällig auf Videos, statt gezielt nach diesen zu suchen. Die Zahl der Klicks verrät jedoch, was die Zuschauer sehen wollen: Besonders beliebt sind emotionale Beiträge oder solche die besonders unterhaltsam sind.

Natürlich bleibt auch im Internetzeitalter eine goldene Regel des Showbusiness bestehen: Überrasche dein Publikum und biete ihm ständig etwas Neues - eine Regel, mit der sich das klassische Fernsehen immer schwerer tut. Gerade deshalb sind häufig Clips besonders erfolgreich, die außergewöhnliche Situationen aus dem echten Leben zeigen - und das lohnt sich inzwischen auch finanziell: Einige Youtube-Stars können mittlerweile von der Produktion ihrer Videos leben. So zum Beispiel der schwedische Videomacher mit dem Nutzernamen "Pewdiepie". Seine Clips über Computerspiele zählen mit rund 50 Millionen abgerufenen Filmen pro Woche zu den am meisten angesehenen Videos auf Youtube.

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Ein Preis für die Besten

Wie sich die Bedeutung der Webvideos entwickelt hat, zeigt der "Deutsche Webvideopreis", der 2011 erstmals vergeben wurde. Für die erste Preisvergabe wurden bereits 4000 Videos eingereicht, nur zwei Jahre später hatte sich diese Zahl auf 13.000 Clips erhöht. In diesem Jahr können noch bis zum 16. März Vorschläge für den Preis vorgeschlagen werden. Die Auszeichnung wird dann in insgesamt 14 Kategorien, wie "informativstes Video" oder "lustigster Clip", vergeben. Die Jury und das Publikum entscheiden dabei gleichberechtigt, welches Webvideo ausgezeichnet werden soll.

stern.de ist in diesem Jahr erstmals Partner des "Deutschen Webvideopreis". Auch bei uns kann ab April über die nominierten Clips abgestimmt werden. Moderiert wird die Preisverleihung, die am 24. Mai in Düsseldorf stattfindet, von den bekannten Fernsehcomedians Joko und Klaas. Ein weiteres Signal dafür, dass die Clips aus dem Internet aus der Welt der Unterhaltung nicht mehr wegzudenken sind.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.