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AUSBILDUNGSFÖRDERUNG: Happy birthday, BAföG!

30 Jahre nach seinem Start am 1. September 1971 bezeichnet das Deutsche Studentenwerk die Geschichte des BAföG als eine »Erfolgsstory mit Höhen und Tiefen«.

»Kein anderer Bereich staatlicher Politik wurde im Verhältnis zu seinem Finanzvolumen in so starkem Umfang zur Haushaltskonsolidierung herangezogen wie das BAföG«, sagte DSW-Präsident Hans-Dieter Rinskens in Berlin.

Allein von 1981 bis 1983 seien Einsparungen von mehr als zwei Milliarden Mark vorgenommen worden. Diese Praxis sei in den vergangenen 30 Jahren nur zwei Mal durchbrochen worden: Im Herbst 1990 und im Frühjahr 2001. Beide Male seien die BAföG-Mittel für Schüler und Studierende um jeweils mehr als eine Milliarde Mark aufgestockt worden.

Auch die Modalitäten hätten sich fast jährlich verändert, erklärte Rinskens. Zunächst sei es ein reines Stipendium gewesen, dann habe es einen wachsender Darlehensanteil gegeben. Danach folgte die Umstellung auf zinslose Darlehen und seit 1990 gab es je zur Hälfte Zuschuss und zinsloses Darlehen.

Trotz dieser Mängel sei die Einführung des BAföG eine echte Innovation gewesen, sagte Rinskens. Zum ersten Mal sei ein Rechtsanspruch auf Förderung garantiert worden, der insbesondere Familien mit niedrigem Einkommen zugute gekommen sei.

Mit den Verbesserungen vom 1. April dieses Jahres, für die auch Schlagersänger und Diplom-Pädagoge Guildo Horn (Foto) warb, seien weitere Schritte unternommen worden, um den Anteil der Kinder aus einkommensschwachen Familien zu erhöhen. Das BAföG allein reiche aber nicht aus, um mittelfristig die Zahl der Studierenden zu erhöhen und dem Arbeitsmarkt in Deutschland gerecht zu werden, sagte Rinskens. »Garanten für die neuen Anforderungen einer Wissensgesellschaft und für kurze Studienzeiten sind eine sichere Studienfinanzierung, eine qualifizierte Studienberatung und grundsätzliche Studienreformen.«

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