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Viraler Facebook-Post: Ralph ist Autist und bekommt im Freizeitpark einen Anfall. Doch diese Mitarbeiterin weiß, was zu tun ist

Als ein autistischer Junge in einem Freizeitpark einen Zusammenbruch erleidet, reagiert eine Mitarbeiterin auf die beste und mitfühlendste Art und Weise. Seine Eltern teilen den Vorfall auf Facebook.

Die Mutter des kleinen Ralph postete das Bild der Mitarbeiterin und ihres Sohnes auf Facebook

Die Mutter des kleinen Ralph postete das Bild der Mitarbeiterin und ihres Sohnes auf Facebook

Lenore, Steve und Ralph sind eine "stolze neurodiverse Familie", wie sie es nennen. Denn der kleine Ralph hat eine Form von Autismus. Seine Mutter beschreibt das auf Facebook wie folgt: "So wundervoll, liebend und intelligent Ralph ist, manchmal hat er mit sich zu kämpfen (tun wir das nicht alle?). Und wenn er am stärksten mit sich kämpft, dann kann er etwas bekommen, was man als 'autistischen Zusammenbruch' kennt."

Die Mutter warnt davor, solch eine Attacke mit einem herkömmlichen kindlichen Wutanfall zu verwechseln. Es sei ein Schrei nach Hilfe, weil er seine Gefühle in solchen Momenten nicht selbstständig regulieren könnte. Und genau so einen Anfall hatte Ralph laut seiner Mutter neulich in einem Universal-Freizeitpark in Orlando, Florida. Sie schildert den Vorfall, weil sie so begeistert von einer dortigen Mitarbeiterin war und der Art, wie sie auf ihren Sohn reagiert hat. Ihr Facebook-Post ist bereits vom 29. Mai, in den vergangenen Tagen ging das Posting viral, der Vater der Familie sprach mit CNN.

Ralph hatte sich demnach bereits den gesamten Besuch über am meisten auf das Spider-Man-Fahrgeschäft gefreut. Seine Eltern hätten ihm immer wieder versichert, dass es bald soweit sein würde. Schließlich seien sie an der Attraktion angekommen und hätten Ralphs spezielles Ticket für Menschen mit Behinderungen abgegeben, damit er nicht in der Schlange warten musste (damit dauert es laut der Mutter genauso lange wie bei allen anderen auch, er darf nur in einem separaten Raum warten).

Die Enttäuschung übermannt den kleinen Ralph

Nach 15 Minuten seien sie dann endlich drangekommen, doch kurz bevor der Junge habe einsteigen können, sei es zu einem Defekt gekommen und alle seien gebeten worden wieder auszusteigen. Daraufhin sei Ralph zusammengebrochen. Er habe schreiend und weinend am Boden gelegen, während die Menschen aus der Bahn aussteigen und um ihn herumgehen mussten. Seine Eltern hätten verzweifelt versucht, ihn zum Aufstehen zu bewegen, doch nichts habe geholfen. Die Enttäuschung sei zu viel für Ralph gewesen.

Genau in diesem Moment sei eine Mitarbeiterin des Freizeitparks angelaufen gekommen und habe den Eltern versichert, dass Ralph ruhig auf dem Boden liegen könnte, wenn das der Ort sei, an dem er jetzt sein wolle. Dann habe sich die Frau zu ihm auf den Boden gelegt, ihm gut zugeredet, dass es in Ordnung sei, traurig und wütend zu sein und dass er nur alles rauslassen solle. Mehrere Minuten habe sie so mit ihm auf dem Boden verbracht, bis er sich wieder beruhigt habe. Anschließend habe sie ihn durch den Souvenirshop geführt und ihm gesagt, er dürfe sich alles unter 50 Euro aussuchen. Aber Ralph habe sich nur für einen Stift, einen Block und einen kleinen Anhänger entschieden.

I would like to share something incredibly special with you all. A day we will never forget. Today we took our little...

Gepostet von Lenore Koppelman am Dienstag, 28. Mai 2019

Mutter und Vater sind voll des Lobes für die junge Frau, die sich in dem Park um ihren Sohn gekümmert hatte und spürbar gerührt davon, wie ihnen die Frau, aber auch andere Mitarbeiter des Parks entgegengekommen waren. "Wir danken euch vom Grunde unserer Herzen. Danke dafür, dass ihr gemerkt habt, was Ralph für ein großartiges und tolles Kind ist, das eben nun mal mit einigen Dingen zu kämpfen hat", schreibt die Mutter auf Facebook. Allein unter ihrem Post befinden sich mehr als 100.000 Reaktionen, rund 10.000 Kommentare und 40.000 Shares (Stand 10. Juni).

Quellen: Facebook / CNN

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