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Studie zur Körperhaltung: Männer wirken attraktiver, wenn sie breitbeinig sitzen

Eine ausgestreckte Haltung kann maßgeblich zum Erfolg bei Dating und Online-Dating beitragen, haben US-amerikanische Forscher herausgefunden. Der Grund: Mit seinem Körper mehr Raum einzunehmen, vermittelt Dominanz – und das macht attraktiv.

Männer, die ihre Beine von sich strecken, wirken attraktiver

Männer, die ihre Beine von sich strecken, wirken attraktiver

Was entscheidet darüber, ob wir einen Menschen attraktiv finden? Ist es der Geruch? Die Schuhe? Die Kleidung? Eine neue Studie legt etwas ganz anderes nahe: Unsere Haltung ist es, die wesentlich über unsere Attraktivität entscheidet. Wissenschaftler der University of Berkeley in Kalifornien fanden heraus, dass Menschen, die ihren Körper "ausbreiten", bessere Chancen bei potenziellen Dating-Partnern haben. 

Warum? Die Forscher erklären das so: Wer viel Raum einnehme, wirke dominanter. Und Dominanz werde im Generellen eher mit Erfolg verbunden, etwa im Job. Außerdem vermittle die offene Körperhaltung auch, bereit zu sein, mit anderen zu teilen.

Konkret meinen die Wissenschaftler, die Extremitäten auszubreiten – anstatt sie an sich zu pressen oder zu verschränken. Das gelte für beide Geschlechter, etwas mehr jedoch für Männer. Sitzen sie breitbeinig und strecken ihre Arme aus, müssten sie der Studie zufolge also bessere Chancen haben, als attraktiv wahrgenommen zu werden.

Erfolg beim Speed-Dating  

Es wurden zwei Untersuchungen durchgeführt: Bei der ersten beobachteten die Forscher 144 Speed-Dates. Sie fanden heraus, dass die Personen, die ihre Gliedmaßen ausstreckten, fast doppelt so häufig ein "Ja" des jeweiligen Gegenübers bekamen.

In einem zweiten Experiment kreierten die Wissenschaftler Profile auf Flirt-Seiten. Für sechs Personen wurden je zwei Accounts eingerichtet, auf denen sie jeweils in unterschiedlichen Haltungen abgebildet waren. Das Ergebnis: Die Bilder, auf denen die Versuchspersonen ihre Arme und Beine ausgestreckt hatten, wurden besser bewertet. 

Die Tierwelt macht es vor

Die Forscher haben bei Tieren Ähnliches beobachten können. "Wir haben in der Tierwelt gesehen, dass versucht wird, einen Partner anzuziehen, indem man mehr Raum einnimmt und versucht, die eigene Präsenz innerhalb des Umfelds zu erhöhen", schreibt Co-Autorin Tanya Vacharkulksemsuk. 

Wer sich mehr Erfolg bei Tinder wünscht, könnte also versuchen, sich breit zu machen – und auf entsprechende Resonanz hoffen.

kis
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