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Dritte Landeskirche für Homoehe: Berliner Kirchen trauen künftig auch homosexuelle Paare

In Berlin, Brandenburg und der Lausitz können künftig homosexuelle Paare heiraten. Das entschied die Landeskirche am Samstag. Nach Hessen-Nassau und dem Rheinland ist dies die dritte Landeskirche, die diesen Schritt geht.

Homosexuelles Paar in einer Kirche

Nach Hessen-Nassau und dem Rheinland können sich homosexuelle Paare nun auch in der Oberlausitz heiraten.

Homosexuelle Paare können in der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) künftig genauso heiraten wie Mann und Frau. Das beschloss die Synode am Samstag in Berlin mit großer Mehrheit. Bisher war für gleichgeschlechtliche Paare nur eine Segnung vorgesehen, etwa ohne Eintragung ins Kirchenbuch oder Ringwechsel.


Ausnahme in Einzelfällen

Die EKBO ist nach Hessen-Nassau und dem Rheinland die dritte evangelische Landeskirche in Deutschland, die sich nun für die Gleichstellung entscheidet. Der Beschluss sieht aber Ausnahmen vor: Pfarrer und Gemeindekirchenräte können sich in konkreten, begründeten Einzelfällen weigern. Das sorgte vorab für Kritik. Die Änderung tritt zum 1. Juli in Kraft. Die EKBO hat mehr als 1.300 Kirchengemeinden. Damit ist sie flächendeckend in Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz präsent.

kg

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