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d-magazin: ERFAHRUNGEN

Unzählige Stunden habe ich damit verbracht, passende Schuhe zu meinem Kleid für die Senior Prom zu suchen - den Abschlussball an meiner High School in Willimantic/Connecticut

Das perfekte outfit

Unzählige Stunden habe ich damit verbracht, passende Schuhe zu meinem Kleid für die Senior Prom zu suchen - den Abschlussball an meiner High School in Willimantic/Connecticut. Sechs Tage lang rannte ich durch die Einkaufszentren, bis ich endlich die Richtigen gefunden hatte. Und damit war ich im Vergleich zu den meisten meiner Freundinnen sogar noch schnell! Die Prom ist nun einmal der Tag, an dem jedes Mädchen absolut perfekt aussehen will. Der Ball selbst war dann zwar sehr nett - doch die Shoppingtouren mit meinen Freundinnen auf der Suche nach dem perfekten Outfit waren eigentlich noch viel besser.

Aufs Schwein gekommen

Ich habe auf einer Farm in Katy/Texas gewohnt - bei einer Gastfamilie mit ganz vielen verschiedenen Tieren. In meiner High School gab es einen Verein mit dem Namen »Future Farmers of America«. Dort haben die Schüler die Möglichkeit, entweder Stiere, Kaninchen, Hühner oder Schweine aufzuziehen. In Deutschland könnte ich so etwas nie machen - und ich wollte etwas Neues ausprobieren: Also entschied ich mich dafür, ein Schwein groß zu ziehen. Mit meinem Eber »Baby« arbeitete ich jeden Tag, denn er musste viel bewegt werden. Das war manchmal ganz schön anstrengend, brachte aber trotzdem viel Spaß. Im März diesen Jahres wurde »Baby« versteigert. xxx Dollar habe ich für ihn bekommen. Das war zwar viel Geld, aber ich habe ihn danach sehr vermisst.

Sports-freunde

Ich habe mein Austauschjahr in Olympia/Washington verbracht. Vor allem beim Sport habe ich sehr viele Freunde gefunden. Es fing mit Wrestling an. Als ich zum ersten Mal davon hörte, musste ich automatisch an Hulk Hogan und Co denken. Wrestling ist allerdings nur der englische Ausdruck für Ringen: eine Mischung aus Einzel- und Mannschaftssport, wobei es wirklich auf Teamgeist ankommt. Jeder kämpft allein, gewinnen kann jedoch nur die Mannschaft. Obwohl ich am Anfang nicht besonders gut kämpfte, haben die anderen meine Bemühungen anerkannt. Das Gleiche galt für den Fußball, wo ich schließlich sogar Schiedsrichter war. Ich kann jedem Ausstauschschüler nur empfehlen, eine Sportart zu betreiben. Denn es geht nicht nur um Leistung, sondern vor allem um den Spaß - und darum, nette Leute kennen zu lernen.

Willkommen in Alaska

Mein Jahr war so ziemlich das Beste, was ich mir als Austauschschüler vorstellen kann. Ich war in Anchorage/Alaska, einer Stadt am Meer mit 260 000 Einwohnern - dort ist immer gut was los. Das war natürlich etwas anders als das kleine Dorf Freudenberg bei Siegen, wo ich herkomme. Zuerst wurde ich bei einer »Willkommesfamile« untergebracht, weil die Organisation noch niemanden gefunden hatte, der mich für das ganze Jahr aufnehmen wollte. Nach zwei Wochen in dieser Familie hatte ich mich aber prima eingelebt und verstand mich so toll mit ihnen, dass ich sie kurzerhand fragte, ob ich nicht bleiben dürfe. Und sie sagten ja! Ab dann wurde es nur noch besser: Alaska pur mit Camping in der Wildnis, Snowmobil fahren, Skiboarden, Angeln, und, und, und...

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