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Energie: Gaspreise steigen massiv

Mehr als sechs Prozent muss ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland ab März mehr für Gas bezahlen. Überdurchschnittlich hoch fallen die Preiserhöhungen bei den Energiekonzernen EnBW und RWE aus.

Den Verbrauchern steht ab März eine neue Welle von Gaspreiserhöhungen ins Haus. Wie das Verbraucherportal Verivox.de am Freitag in Heidelberg mitteilte, erhöhen "mindestens 140 lokale Gasversorger" im Frühjahr die Gaspreise um durchschnittlich 6,6 Prozent. Die neuen Preiserhöhungen bedeuten Verivox zufolge für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden eine jährliche Mehrbelastung von 85 Euro im Schnitt. Bei der Analyse sei jeweils das günstigste Angebot des Versorgers zugrunde gelegt worden.

Die Erhöhungen wurden mit gestiegenen Beschaffungskosten und dem hohen Niveau der Ölpreise begründet. An letztere sind die Kosten für Erdgas über die Ölpreisbindung gekoppelt. Der stärkste Preissprung wurde dem Energie-Portal zufolge bisher von den Stadtwerken Reichenbach/Vogtland GmbH angekündigt. Mit einer Steigerung von 14,1 Prozent bezahle der Musterhaushalt hier auf ein Jahr gerechnet 186 Euro mehr als bisher. Überdurchschnittlich hoch fallen demnach auch die Preiserhöhungen bei den Energiekonzernen EnBW und RWE aus.

Preise vergleichen

So habe die EnBW Gas GmbH eine Verteuerung von 8,3 Prozent zum 1. April angekündigt, die RWE Westfalen-Weser-Ems AG sogar eine um 10,1 bzw. 9,5 Prozent, je nach Lieferregion. Dies entspreche Mehrausgaben von 102 Euro (EnBW) und 119 Euro (RWE Westfalen-Weser- Ems) für den Musterhaushalt. Beide Konzerne hatten jüngst deutliche Gewinnsprünge bei den Betriebsergebnissen gemeldet.

Die Experten von Verivox.de raten Verbrauchern zu einem Gaspreisvergleich. Nur so könnten Haushalte prüfen, ob es günstigere Angebote beim lokalen Versorger gibt oder ob sich ein Anbieterwechsel lohnt. Dabei müsse vor allem auf Preisgarantien geachtet werden.

DPA / DPA

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