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Großbritannien: Maul- und Klauenseuche breitet sich aus

In Südengland ist vermutlich ein dritter Fall der Maul- und Klauenseuche aufgetreten. Beunruhigend: Die Tiere befinden sich außerhalb der Sicherheitszone, die um Höfe errichtet wurden, auf denen die ersten Fälle der Tierseuche aufgetreten waren.

Die britischen Behörden befürchten einen Fall von Maul- und Klauenseuche außerhalb der bisher existierenden Sperrzone. Großbritanniens Chef-Veterinärin Debby Reynolds sagte, es sei als Vorsichtsmaßnahme eine drei Kilometer große Kontrollzone um den möglichen Ausbruchsort erreichtet worden. Dieser Hof liege außerhalb der zehn Kilometer großen Sperrzone. Reynolds betonte, es handele sich zunächst nur um einen Verdacht. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen lägen noch nicht vor. Nach britischen Medienangaben liege der Bauernhof in der Nähe der beiden Höfe auf denen Fälle der Maul- und Klauenseuche entdeckt worden waren.

Der erste Fall von Maul- und Klauenseuche (MKS) war Anfang August auf einer Farm in Südengland bekannt geworden. Ein zweiter Fall war wenige Tage später bestätigt worden. In beiden Fällen wurde der Viehbestand getötet. Auch die mehr als 360 Tiere einer dritten MKS-verdächtigen Farm innerhalb des Sperrbezirks wurden getötet. Die Testergebnisse von diesem Hof lagen nicht vor.

Unklar ist bisher, wie sich der Erreger verbreitet haben könnte. Sicherheitsexperten befragten mehrere Mitarbeiter des nahe der beiden Seuchenherde gelegenen Labors, das den MKS-Impfstoff herstellt, um auszuschließen, dass es sich um einen Sabotage- oder Bioterrorismus-Akt handelte, berichtete die Zeitung "Independent". Bodenproben von dem Grundstück des Labors Merial in der Ortschaft Pirbright rund 60 Kilometer von London entfernt sollten zudem Aufschluss darüber geben, ob und wie das Virus aus der Einrichtung entwichen sein könnte. Zudem wurden die bereits geschlachteten Tiere auf Hinweise untersucht.

Derweil konnten die Bauern außerhalb der Schutzzone in der Region Surrey zumindest totes und schlachtreifes Vieh wieder transportieren. Die Situation war jedoch weiter angespannt.

DPA / DPA
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