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HAMBURG: Uni on screen

Hamburger Filmstudenten präsentieren Abschlussarbeiten

Hamburger Filmstudenten präsentieren Abschlussarbeiten

7. November 2001, Cinemaxx-Kino: Auf dem Boden ein roter Teppich, goldene Troddeln baumeln von den Absperrungsseilen, im Foyer Gratisgetränke und Ordner mit kleinen Schildchen am Revers.

Filmstudenten der Uni Hamburg präsentieren in einer abendfüllenden Veranstaltung ihre Semesterabschlussarbeiten. Als es um kurz nach 18.00 Uhr mit der Begrüßung beginnt, ist der Kinosaal proppevoll. Und da der Abend als Feierlichkeit angedacht ist, gibt es Begrüßungsreden zu hören. Man solle keine Meisterwerke erwarten, warnt Professor Hark Bohm in seiner Rede die Anwesenden. Sichtlich stolz weist er aber aller Vorwarnungen zum Trotz dennoch darauf hin, dass einige der gleich gezeigten Kurzfilme bereits mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen ausgezeichnet seien.

Anschließend der Pflichtteil: Im Zeitraffer geht es durch die Geschichte des Filmstudiums der Universität. Als zweijähriges weiterführendes Studium für herausragende filmische Begabungen konzipiert, werden jedes Jahr 24 Studienplätze vergeben; darunter jeweils sechs Plätze für die Disziplinen Drehbuch, Produktion, Regie und Kamera/Bildführung. »Unsere Studenten sollen lernen, unter realen Bedingungen im Team zu arbeiten«, führt Hark Bohm aus. Deshalb seien die jungen Talente auch gezwungen, sich bei der Produktion ihrer Arbeiten sowohl an den Etat als auch an die Zeitbegrenzungen zu halten.

Noch eine Musikeinlage, dann öffnet sich endlich der Vorhang. Jeweils in Zweierblöcken werden die zehnminütigen Werke auf die Leinwand projiziert. Am Ende eines jeden Blockes erklimmen die verantwortlichen Studenten die Bühne, um sich dem Publikum vorzustellen - und um mit Danksagungen nicht zu geizen.

Die Kurzfilme waren erstaunlich professionell. Von nachdenklich bis unterhaltsam, von erschreckend bis poetisch lieferten sie Ausschnitte aus dem täglichen Leben, oft mit einem zynischen Unterton. Um 22.00 Uhr schloss sich der Vorhang und der Abend endete mit dem Wort, das im Laufe der vergangenen vier Stunden am häufigsten aus den Mündern der Studenten zu hören gewesen war: »Danke«. (cp)

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