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Love from Hell Alle hassen ab und zu ihren Job - auch Popstars

Selena Gomez
Selena Gomez bei dem American Music Awards
© Kevin Winter/Getty Images for dcp
Augen auf bei der Berufswahl ist leichter gesagt als getan. Früher oder später geht dir JEDER Job auch mal auf den Zeiger. Egal, ob du Proktologe oder Popstar bist. Aktuelles Beispiel: Sängerin Selena Gomez.

Es sollte der Höhepunkt ihrer Karriere werden: Die 27-jährige Popsängerin Selena Gomez durfte vor ein paar Tagen die American Music Awards mit ihrem ersten Nummer-1-Hit in den USA, "Lose You To Love Me", eröffnen. Darin verarbeitet sie ihre toxische acht Jahre andauernde On-/Off-Beziehung mit Justin Bieber. Es hätte das i-Tüpfelchen ihrer Retourkutsche an dem Mann werden können, der sich nur zwei Monate nach der Trennung mit einer anderen verlobte und seither sein Liebesglück auf allen Kanälen penetrant zelebriert. Leider ging der Live-Auftritt in die Hose. Schiefe Töne, zittriges Stimmchen, enttäuschte Fans.

Selena Gomez erlitt vor ihrem Auftritt Panikattacke

Typisch, Popkonserve, oder wie? Eben nicht. Später kam heraus: Die arme Selena Gomez hatte kurz vor ihrem Auftritt eine Panikattacke erlitten. Bereits 2016 hatte sich der einstige Disney-Star wegen Depressionen und Angststörungen in Behandlung begeben. Den Rest gab ihr dann wohl vor einigen Monaten die Hauruck-Hochzeit von Justin mit dem Topmodel Hailey Baldwin. Ihren Schmerz und ihre Wut darüber verarbeitete Gomez in der Pop-Schnulze "Lose You To Love Me":

"Wir haben uns immer wieder blind hineingestürzt / Ich musste dich verlieren, um mich selbst zu finden / Dieser Tanz hat mich langsam fertig gemacht / Ich musste dich hassen, um mich selbst zu lieben"

Auf Platte mag das gut funktionieren, aber live war es offenbar zu viel für die junge Frau, die emotionalen Zeilen vor einem Millionenpublikum (darunter womöglich Justin?!) ins Mikro zu hauchen. But ... the show must go on! So kam es, dass Selena Gomez auf der Bühne beinahe an ihren Tränen erstickte. Schrecklich mit anzusehen. Aber auch selbst Schuld.

Mal ehrlich: Wieso tut sich eine Frau mit 80 Millionen Dollar auf der hohen Kante freiwillig diesen Mindfuck an?! Die Gute hätte ihren Erfolg ebenso in einem Spa auf den Bahamas feiern können, statt freiwillig einen Seelenstriptease (aka "Ich liebe dieses Arschloch noch immer!") live im TV hinzulegen. Aber, nein, der Hunger nach Fame war, typisch Popstar, offenbar stärker.

Kleiner Trost für Selena: Ihre vorwurfsvollen Zeilen tönen derzeit sowieso aus allen Boxen in den USA:

"Du hast mich runter gezogen und jetzt wird's sichtbar / In zwei Monaten hast du uns ersetzt / Als wäre es leicht gewesen / Hast mich glauben lassen, ich hätte es verdient"

Egal, ob Justin Bieber dieser Tage mit seiner Hailey im Auto durch L.A. fährt, in einem Club feiert oder nur kurz einen Matcha Green Tea Soja-Latte bei Starbucks rausholt – er wird sich Wohl oder Übel anhören müssen, was seine Ex ihm noch zu sagen hat.

Frauen auf der ganzen Welt fühlen mit Selena Gomez

Fest steht jedenfalls: Frauen auf der ganzen Welt fühlen mit Selena Gomez. Sonst wäre sie nicht mit "Lose You To Love Me" auf Platz 1 gestürmt. ABER – wer seinen Liebesfrust öffentlichkeitswirksam in Popsongs verarbeitet, muss auch damit leben, wenn die Fans ihn von nun an auf jedem Konzert hören wollen. Ein schwacher Trost: Hailey Baldwin wird sich ihrerseits damit abfinden müssen, dass der Beweis dafür, dass sich ihr Ehemann gegenüber seiner Ex-Freundin wie die Axt im Wald benommen hat, auf Platin gepresst wurde. Autsch.

Jetzt bleibt nur noch zu offen, dass sich Justin nicht noch zu allem Überfluss zu einer musikalischen Antwort hinreißen lässt. Irgendwann ist schließlich auch mal gut, Kinder.


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