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Love from Hell: Heidi Klum und Co: Liebesglück am Fließband

Warum reiht sich bei manchen Leuten eigentlich eine glückliche, total ernste Traumbeziehung an die nächste, während andere schon froh sind, wenn sie überhaupt mal ein zweites Date bekommen?

Von Henriette Hell

Heidi Klum und Tom Kaulitz strahlen bei den Golden Globes um die Wette

Heidi Klum und Tom Kaulitz strahlen bei den Golden Globes um die Wette

Picture Alliance

Donnerstagabend, kurz nach 20 Uhr. Ich sitze mit meiner Freundin Kaja bei unserem Stammgriechen. Das Essen ist mal wieder nebensächlich, Hauptsache der Ouzo fließt. Kaja hat nämlich mal wieder Männerfrust: 

"Ich finde das so unfair", stöhnt meine hübsche Freundin und tunkt ihr Weißbrot großzügig in Aioli. "Wie macht Heidi Klum das bloß? Die ist gerade mal ein Jahr von Vito Schnabel getrennt und – schwupps! – steckt sie schon direkt in der nächsten total ernsten Beziehung mit einem scharfen Typen, der ihr auch noch direkt einen Heiratsantrag macht!" Ich nicke. "Und schwanger soll sie ja auch sein."

Kaja gießt Ouzo nach. "Das kann doch nicht sein, Henriette. – Prost! – Ich krebse seit Jahren als Dauersingle durch die Lande, treffe einen Trottel nach dem anderen und wäre schon froh, wenn mal einer ein zweites Date mit mir haben wollen würde. Aber nö."

Ein Traummann nach dem Nächsten

Kaja hat Recht. Dieses Phänomen gibt es auch in unserem Freundeskreis. Frauen, die jahrelang in einer glücklichen Beziehung mit einem absoluten Traummann steckten, trennen sich irgendwann überraschend – und präsentieren einem gefühlte fünf Tage später schon ihre nächste "große Liebe".

Eine gemeinsame Bekannte hatte sich erst kurz vor Weihnachten nach fünf Jahren von ihrem Freund, einem gut aussehenden, millionenschweren Unternehmer getrennt – und bereits im Januar einen Neuen am Start, bei dem es sich zufällig um einen berühmten Schauspieler handelte, der, genau wie sein Vorgänger, den Boden unter ihren Füßen anbetete und schon von Zusammenziehen und Heiraten sprach.

"Es gibt so Frauen, die kriegen das immer wieder total easy gebacken. Ohne Probleme", beschwert sich Kaja. "Sind das einfach die besseren Frauen? Solche, um die sich einfach alle prügeln? Mache ich etwas Grundlegendes falsch? Oder haben die einfach nur Glück?!"

Was ist das Geheimnis?

Gute Frage. Möglichkeit eins: Diese Frauen sind in Wahrheit gar nicht so glücklich wie sie (in den sozialen Medien) vorgeben – sondern einfach nur froh, IRGENDEINEN vorzeigbaren Mann zu haben, weil sie sich sonst nicht vollständig oder einsam fühlen. Oder weil sie das (für die Presse) interessanter macht.

Heidi Klum zum Beispiel kann natürlich so viele Knutschfotos von sich und Tom Kaulitz posten wie sie will. Am Ende weiß trotzdem keiner wie glücklich sie tatsächlich mit ihrem 28-jährigen Milchbubi ist. Und umgekehrt. Ihre jeweiligen Karrieren jedenfalls beflügelt die öffentlich zur Schau gestellte (fast schon aggressive) Turtelei ungemein. Und wir sind bestens unterhalten.

Möglichkeit zwei: Diese "gesegneten" Frauen strahlen irgendetwas aus, das sie zu gutem Heiratsmaterial macht. Sie sind vermutlich keine komplizierten Zicken, sondern sanft, fürsorglich, weiblich, anpassungsfähig. Mit einem, ähm, gebärfreudigen Becken?! Oh, man …

Möglichkeit drei: Es handelte sich tatsächlich "nur" um Glück und einige Leute trafen einfach häufiger andere, die gut zu ihnen passten.

"Übrigens", lallt Kaja, nachdem wir bereits die Rechnung angefordert haben. "Lady Gaga hat sich gerade von ihrem Verlobten getrennt."

"Die verlobt sich doch gefühlt jedes Jahr", gebe ich zurück. "Männer sind für sie wie Handtaschen. Die trägste eine Saison und dann muss was Neues her. Hicks!"

"Ich finde das unverantwortlich. Diese blöden Promis setzen uns mit ihren ständigen Verlobungen und Blitz-Hochzeiten total unter Druck. Zuerst beneiden wir die und werden depressiv …"

"… und dann war alles bloß Show. Verboten werden sollte sowas!"

"Genau! Darauf noch n Ouzo." 

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