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Hintergrund: Das Konzept der "Pädagogischen Schulentwicklung"

Das Konzept der "Pädagogischen Schulentwicklung" des Schulreformers Heinz Klippert stellt das eigenverantwortliche Arbeiten von Schülern - kurz EVA genannt - in den Mittelpunkt. Diese sollen systematisch lernen, eigenverantwortlich und selbstständig zu arbeiten, und auf diesem Weg bestimmte Schlüsselqualifikationen erwerben. Die angestrebten Schlüsselqualifikationen sind Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz sowie persönliche Kompetenz.

Um diese Kompetenzen zu erreichen, werden im Unterricht mehrtägige Sockeltrainings zur Förderung von Methoden-, Kommunikations- und Teamkompetenz durchgeführt. Methodentraining meint dabei das Einüben elementarer Lern- und Arbeitstechniken wie Markieren, Exzerpieren, Strukturieren und Visualisieren. Im Kommunikationstraining werden grundlegende Argumentations-, Kommunikations- und Präsentationstechniken bis hin zur Rhetorik erlernt und geübt. Das Teamtraining dient der systematischen Förderung von Teamfähigkeit und Gruppenunterricht.

Diese Basiskompetenzen werden im Fachunterricht möglichst konsequent gepflegt und gefestigt, und zwar mit dem Ziel, die Fachkompetenz der Schüler zu erweitern und zu vertiefen. Fachkompetenz meint dabei nicht nur Fachwissen, sondern auch Problemlöse- und Transfervermögen auf Fachebene. Methodenkompetenz beinhaltet das Beherrschen wichtiger Arbeits- und Lerntechniken, zum Beispiel das Markieren und Strukturieren von Informationen. Sozialkompetenz meint die Fähigkeit zu konstruktiver Teamarbeit und die Beherrschung wichtiger Kommunikationsregeln und -techniken. Persönliche Kompetenz schließlich umschreibt die Fähigkeit, mit Selbstbewusstsein und Selbstkritik an vorgegebene Aufgaben heranzugehen.

Um Lehrer zu befähigen, ihren Schülern diese Methoden und Qualifikationen zu vermitteln, führt Klippert Lehrertrainings durch. Denn auch wenn die Notwendigkeit dieser neuen Methoden schon länger bekannt ist, mangelt es meistens an der Umsetzung.

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