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Mitschüler ignorieren Einladung: Sechsjähriger am Geburtstag versetzt - da kam die Feuerwehr

Seine Eltern wollten den Geburtstag ihres Sohnes mit der ganzen Vorschulklasse feiern - doch kein einziger Gast erschien. Die Mutter machte ihrer Enttäuschung auf Facebook Luft. Da kam die Feuerwehr.

Die Feuerwehr hat einen Fan mehr: den sechsjährigen Glenn Buratti (Mitte)

Die Feuerwehr hat einen Fan mehr: den sechsjährigen Glenn Buratti (Mitte)

Zum sechsten Geburtstag haben Ashlee und John Buratti alle 16 Kinder aus der Vorschule ihres Sohnes eingeladen, um mit ihm zu feiern. Obwohl niemand zugesagt hatte, glaubten die Eltern bis zur letzten Minute, dass die Mitschüler am 8. Februar zu Glenn kommen würden. Doch kein einziger Gast tauchte an diesem Sonntag auf.

Als den Eltern klar wurde, dass niemand erscheinen würde, brachten sie es ihrem Sohn bei, dem sofort die Tränen in die Augen stiegen. "Vom ersten Moment, an dem er an seinem Geburtstag aufgewacht war, wollte er immer wieder wissen, wie viele Minuten es noch dauert, bis seine Freunde kommen", sagte seine Mutter der "Osceola News-Gazette" in Florida. "Er ist sehr sensibel", berichtet sie weiter und erzählt, dass ihr Sohn unter Epilepsie leide und eine milde Form von Autismus habe.

Als das Geburtstagskind statt mit Freunden zu feiern mit seiner großen Schwester spielte, lud Glenns Mutter ihren Frust in einer örtlichen Facebook-Gruppe ab, der mehr als 10.000 Mitglieder angehören. "Ich wollte wissen, ob andere Eltern das auch schon erlebt haben", so die 25-Jährige. Sie konnte sich nicht erklären, warum kein Kind gekommen war und postete: "Es ist vielleicht dumm, sich darüber aufzuregen, aber mir bricht das Herz wegen meines Sohnes. Wir haben seine ganze Schulklasse (16 Kinder) zu seiner heutigen Geburtstagsparty eingeladen. Und nicht ein Kind kam."

Die Beschwerde traf auf offene Ohren. Binnen Minuten bekundeten Menschen ihre Sympathie und fragten, ob sie mit ihren Kindern vorbeikommen sollten. 15 Kinder und 25 Erwachsene erschienen und Glenn, der sonst eher schüchtern ist, freute sich über seinen Besuch. "Eine Dame brachte ihm ein nagelneues Fahrrad mit", erzählte Ashlee Buratti der Ortszeitung. "Ein Mann kam mit seiner Kamera, hat die ganze Zeit Fotos von unserer Familie gemacht und sie uns geschenkt." Als sogar der Sheriff von der verpatzten Party erfuhr, fragte er nach Ashlees Adresse und sagte, Glenn solle in der nächsten Stunde mal in den Himmel schauen. Ein Helikopter tauchte auf, kreiste tief über dem Haus der Familie und die Angestellten des Sheriffbüros winkten hinunter. Glenn hatte Spaß.

Dann die noch größere Überraschung

"Ihr könnt euch nicht vorstellen, was uns das bedeutet hat", postete Ashlee am Abend in die Facebook-Gruppe. Sie bekam 400 Likes und Dutzende Kommentare des Zuspruchs. Doch damit nicht genug.

Als Glenn am Mittwoch aus der Schule kam, guckte er besorgt auf sein Elternhaus. Rettungswagen, die Feuerwehr und die Polizei standen vor der Tür. Als die Mutter dem Jungen erklärte, sie seien gekommen, um ihm zu gratulieren, wurde aus dem besorgten Blick ein freudiges Strahlen. Ashlee Buratti erzählt weiter: "Sie sagten, die Geschichte habe sie ins Herz getroffen und sie wollten etwas tun." Obwohl die Mutter eingeweiht war, traten ihr Tränen der Rührung in die Augen. Glenn wurde mit Geschenken überhäuft, die ihm die völlig Fremden gekauft hatten. "Und das alles, weil an seinem Geburtstag niemand gekommen ist", schrieb Ashlee Buratti auf Facebook, nachdem der Besuch gegangen war. "Danke, danke, danke." Und zur Erinnerung stellte sie eine neue Facebook-Seite mit dem Titel "Happy 6th Birthday Glenn Buratti" online.

bal
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