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Polizistin erschossen So liebevoll kümmern sich stillende Mütter um Baby Cora

Officer Lesley Zerebny lächelt in die Kamera
Officer Lesley Zerebny kam bei einem Einsatz ums Leben, sie hinterließ ihren Mann und ihre vier Monate alte Tochter Cora
© Claudine Wong KTVU/Facebook
Bei einem Einsatz in Kalifornien wurde eine 27-jährige Polizistin erschossen, sie hinterließ neben ihrem Mann auch ihre vier Monate alte Tochter. Ihre Kollegen tun nun alles, um Vater und Kind zu unterstützen.

Lesley Zerebny war 27 Jahre alt, erst seit 18 Monaten im Polizeidienst und junge Mutter. Sie hatte ihren Mutterschutz verkürzt, um die unterbesetzten Kollegen zu unterstützen, als sie am 8. Oktober mit ihrem Kollegen und Betreuer Jose Vega zu einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt nach Palm Springs gerufen wurde. Beide Polizisten kamen bei dem Einsatz ums Leben, sie wurden erschossen. Zerebnys 63-jähriger Mentor hatte geplant, nach 35 Jahren im Dienst im Dezember in Rente zu gehen. Zerebny hatte geplant, nach Dienstschluss ihre Tochter zu stillen. Die "LA Times" vermutet, dass die beiden in eine Falle gelockt worden sind.

Die junge Frau wird als "kleine Person mit großem Herzen" beschrieben. Sie war die Tochter eines Highway-Polizisten und ihre Kollegen sagen von ihr, sie sei unerschrocken, aber eine unglaublich liebevolle Mutter gewesen. Ihr Mann Zach ist ebenfalls Polizist. Betrachtet man, was Zerebnys Kollegen nach ihrem Tod tun, müssen sie sie sehr gemocht und geschätzt haben.

Hilfe für Baby Cora

Cora, die die gleichen Augen wie ihre Mutter hat, wurde noch gestillt. Ein Familienmitglied bat auf Facebook um Hilfe und noch am gleichen Tag kamen 15 Liter Muttermilch zusammen, genug, um Cora einen Monat lang zu versorgen. Nach einer Woche war die Menge so groß, dass der Vorrat für ein Jahr gereicht hätte. Eine Reporterin des kalifornischen Fensehsenders KTVU veröffentlichte auf Facebook Bilder von mehreren Kühlboxen, die bis zum Rand mit Muttermilch gefüllt waren. Sie schrieb: "Hier geht es nicht um die Muttermilch. Es geht darum, Herz zu zeigen, um den Wunsch und die Möglichkeit, helfen zu können.“ 

Parallel riefen die Kollegen von Zerebnys Mann Zach eine Spendenaktion bei der Crowdfunding-Plattform Gofundme ins Leben. Sie sammeln dort Geld für die beiden Hinterbliebenen sowie für die Beerdigungskosten. Rund 160.000 Euro sollen es werden. 121.000 sind bereits zusammengekommen.

Die Familie von Lesley Zerebny hat inzwischen geschrieben, dass Cora nun ausreichend versorgt sei. Es könne jedoch weiterhin in Coras Namen an eine örtliche Milchbank Muttermilch gespendet werden.

bal

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