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Podcast Hummus-Gate bei "Fiete Gastro": Haya Molcho wäscht Tim Mälzer den Kopf

Haya Molcho (links) und Tim Mälzer: Wer kocht besser?
Auch bei "Kitchen Impossible" hat Haya Molcho Tim Mälzer schon Paroli geboten
© RTL /picture alliance/Markus Wache
In der neuen Folge von "Fiete Gastro" bekommt es Tim Mälzer mit Haya Molcho zu tun. Die Neni-Chefin verrät im Podcast das Geheimnis eines guten Hummus und Mälzer, warum er glaubt, dass die heutige Generation das Kauen verlernt hat.

Wer Tim Mälzer kennt, weiß, dass er Spaß am Frotzeln hat. Das bekommen regelmäßig auch seine Gäste im Podcast "Fiete Gastro" zu spüren. Dort war nun eine alte Bekannte zu Gast: Haya Molcho. Aus der Welt der Kulinarik ist ihr Name nicht mehr wegzudenken. Sie ist eine Wucht. Mit den "Neni"-Restaurants hat die Wienerin gemeinsam mit ihren Söhnen ein kleines Levante-Monopol geschaffen – und das als Quereinsteigerin. Ein gefundenes Fressen für Mälzer, der die Chance nutzte, um gegen ein Heiligtum der Levante-Küche zu wettern.

"Was ist so schwer an pürierten Kichererbsen mit Olivenöl?", fragte er frech. "Hummus ist doch einfach nur Gelump." Er wolle einmal die Relevanz von Hummus verstehen, den Hype um den Brei. Aber eine wie Molcho, die lässt sich nicht provozieren. Die steht mit beiden Beinen auf dem Boden, den sie selbst gelegt hat. Molcho ist eine Löwin und eine, "Kitchen Impossible"-Fans werden sich erinnern, die sich aufs Kämpfen versteht. Auf ihren Hummus lässt sie nichts kommen. "Ich sage immer, statt Muttermilch habe ich Hummus bekommen", sagt sie. Noch heute liebe sie diesen, er sei gesund und voller Vitamine. 

Haya Molcho: Ein guter Hummus benötigt drei Tage

"Einen Hummus aus der Dose würde ich nie essen, das schmecke ich“, so Molcho. Für einen guten Hummus, erklärt sie, benötige man drei Tage. Am ersten Tag werden die Kichererbsen eingeweicht. Am zweiten werden sie acht Stunden bei minimaler Flamme gekocht, bis sie zerfallen. Danach schockgefrostet. Einen Tag bleiben sie in der Kühltruhe. "Und dann kommt die beste Tahina dazu", so Molcho. Eine gute Tahina sei bekömmlich, eine schlechte bleibe im Hals stecken. 

Tahina ist eine Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern und wie Molcho sagt, für viele eine Art vegane Mayonnaise geworden. Um die beste Sesampaste zu finden, riskierte Molcho ihr Leben. Ein Tipp führte sie in die besetzten Gebiete Israels zu einer Familie, die zu den letzten Samaritanern gehört. Der Trip sei einer zurück in biblische Zeiten gewesen und ein gefährlicher, aber sie fand, was sie suchte. Der Samaritaner ist ein Freund geworden und die Tahina kauft sie ihm inzwischen tonnenweise ab. Natürlich komme in ihren Hummus zudem eine Geheimzutat, die den Kichererbsenmus besonders sämig mache. Die verrate sie aber nicht. "Das ist mein Leben", lacht sie.

"Woher kommt der Hummus-Trend?", hakt der Moderator Sebastian Merget nach. Mälzer liefert gewohnt schlagfertig die Antwort: "Die jetzige Generation hat das Kauen nicht mehr gelernt." Eine Aussage, die er durchaus ernst meint. Das Essen sei insgesamt sehr weich geworden, es werde viel Sous-vide gegart, dazu kommen Cremes, Mousse, Brei. Molcho hat eine andere Erklärung. Die Levante-Küche sei eine leichte, eklektische Küche, sehr gemüselastig, viel Fisch, wenig Fleisch. Sie sagt: "Die Menschen heute wollen gesünder leben: Die wollen nicht mehr mit 56 an Krebs sterben so wie meine Eltern." 

tpo

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