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Food-Trend: Was Levante-Küche ist und warum wir sie alle kennen sollten

Kleine, vielfältige Gerichte erobern unsere Tische und geben unserer Esskultur eine völlig neue Richtung: leger, gesund, aromatisch und weltoffen. Was sich hinter der Levante-Küche verbirgt.

Hummus Levante Küche

Hummus - das Kichererbsenmus ist ein typisches Gericht der Levante-Küche

Getty Images

Von Tel Aviv aus erobert die Levante-Küche unsere Restaurantwelt. Es geht um viele kleine, vielfältige Gerichte, die sogar ein ganzes Menü ersetzen können. Die Wurzeln liegen in der arabischen Küche, die neuen kulinarischen Spins stammen aus der Levante - also aus Israel, Syrien, Jordanien und dem Libanon. Als Levante bezeichnet man sowohl die Küche, also die kulinarische Ausrichtung, als auch die historische geografische Bezeichnung für die Länder am östlichen Mittelmeer, die auch veraltet als Morgenland bekannt sind.

Eine Speisenfolge nach System? Das kennt die Levante nicht. Viel mehr geht es darum, alles gleichzeitig auf den Tisch zu bringen – und zu teilen: Mezze ist dafür das Stichwort. Falafel, Shakshuka, Taboulé, Hummus oder auch Freekeh (wird als neues Hype-Getreide nach Quinoa gehandelt). All das sind Gerichte aus der klassischen Levante-Küche, die eine Kultur des Teilens bezeichnet, bei der der Genuss und das entspannte Zusammensein beim Essen im Zentrum steht. Aber wieso ist diese Küche gerade so hip? 

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Poke  Das hawaiianische Nationalgericht ist gesund, frisch und lecker: roh gewürfelter Fisch, Gemüse, meist auf lauwarmen Sushi-Reis serviert.

Poke

Poke ist nichts anderes als ein Fischsalat und hat in Hawaii Status eines Nationalgerichts. Ursprünglich aus der japanischen Küche ist das Gericht mit der Küche der Westküste der Vereinigten Staaten verschmolzen. Im Wesentlichen besteht Poke aus rohem gewürfelten Fisch mit Shoyu-Sojasauce und Sesamöl. Meist wird dafür Thunfisch oder Lachs verwendet, Poke gibt es aber auch mit Oktopus und Garnelen. Zudem gehören Frühlingszwiebeln, Sesamkörner sowie Avocados und Ingwer ins Gericht. Lesen Sie mehr dazu hier!

Israel hat die kulinarische Führung übernommen

All das hängt vor allem mit einem Land zusammen: Israel. Kulinarisch hat es im Nahen Osten längst die Führung übernommen. Es ist den israelischen Köchen zu verdanken, die innovativ und unideologisch mit Zutaten umgehen und in den 1990er Jahren eine Gourmet-Revolution angezettelt haben. Sie hatten den Mut auf Konventionen zu pfeifen und sich einer weltoffenen Küche zu widmen, die vor allem Wert auf Qualität legt. Heute gibt es in Tel Aviv beispielsweise wenige Lokale, die sich klar traditionell aufstellen, was dort stattfindet, nennt sich Fusion. 

Das liegt auch daran, dass die Händler in Israel mit ihrem multikulturellen Hintergrund Produkte unterschiedlicher Art anbieten und es ist genau dieser Mix an Esskulturen, der die heutige israelische Küche wiederspiegelt. Sie ist arabisch, türkisch, osteuropäisch, persisch, aber auch durch Kolonialismus geprägt, also mit französischen und britischen Einflüssen. 

Dieses Food-Konzept passt auch immer besser nach Europa. Das liegt an der sich immer mehr ausbreitenden Sharing-Kultur. Ernährungsexpertin Hanni Rützler geht davon aus, wer bereit ist, sein Auto oder seine Wohnung mit anderen zu teilen, der teilt auch gerne Teller. Was hinzukommt: Die Levante-Küche ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Überwiegend vegetarische Produkte landen in kleinen Schälchen auf dem Tisch, die herrlich orientalisch gewürzt sind. Mit Sumach, Za'aatar und Harissa beispielsweise. Gewürzmischungen, die aus der Levante-Küche nicht wegzudenken sind. Sie sind oft Basis vieler Gerichte. Hierzulande findet man sie bereits in Spezialgeschäften oder aber auch online.

Bis vor wenigen Jahren war das Tomatengericht "Shakshuka" mit pochierten Eiern für die meisten ein Fremdwort. Heute findet man es in fast jedem hippen Frühstückslokal (zumindest in den Großstädten). Von der Levante-Küche können wir also in den nächsten Jahren noch viel erwarten - und das über Hummus und Falafel hinaus. 

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