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Tagebuch "Geboren in Bozen": Wie der kleine Arthur viel zu früh auf die Welt wollte

Eine Frühgeburt ist für Eltern eine emotionale Herausforderung. Doch wenn das Kind mitten im Urlaub, gar im Ausland geboren wird, kommen noch größere Belastungen auf sie zu. Ein wahrer Tagebuch-Krimi.

Von Susanne Baller

Kuscheln ist nicht: Frühgeborene müssen im wärmenden Brutkasten liegen und über Schläuche und Kabel versorgt werden. Durch die seitlichen Luken können Eltern und Pfleger zwischendurch ein bisschen Händchenhalten mit ihnen.

Kuscheln ist nicht: Frühgeborene müssen im wärmenden Brutkasten liegen und über Schläuche und Kabel versorgt werden. Durch die seitlichen Luken können Eltern und Pfleger zwischendurch ein bisschen Händchenhalten mit ihnen.

Was eigentlich ein ruhiger, entspannter Urlaub, ein letztes Mal zu zweit, werden sollte, wurde zu einem monatelangen Krimi. Heidi Siller erzählt in ihrem Buch "Geboren in Bozen" von der frühen Geburt des kleinen Arthur, die seine Eltern Helena und Michael in Italien überraschte. Nachdem das Paar eine Reise nach New York geplant hatte, wurde Helena schwanger und die beiden beschlossen, in Europa zu bleiben. Schließlich hatten sie schon viel zu lange erfolglos versucht, ein Baby zu bekommen. In Brixen, Michaels Heimatstadt, haben dessen Eltern noch eine Wohnung, das Paar plante dort einen Stopp auf einer Tour durch Südeuropa. Doch Südtirol wurde zur Endstation.

Plötzliche Blutungen zwangen die beiden, ins Krankenhaus zu fahren. Dort stellten die Ärzte fest, dass sich der Muttermund bereits geöffnet hatte und Helena in ein Perinatalzentrum gebracht werden müsste - per Helikopter nach Bozen. SSW 24+5 hieß es dort nach der Untersuchung, das steht für 24. Schwangerschaftswoche plus 5 Tage, das sei nicht gut, viel zu früher, Wehenhemmer wurden verabreicht. So konnte noch eine knappe Woche gewonnen werden, an SSW25+4 war es so weit: Der kleine Junge musste zur Welt kommen.

Intensive Einblicke

Heidi Siller erzählt die Geschichte in Tagebuchform und enorm spannend. Von Sorgen, Ängsten und Nöten, Helenas Schuldgefühlen, weil sie ihr Kind so früh bekommen hat, ihrer Beziehung zu ihrem Mann, zu den Ärzten und Schwestern auf der TIN, der Terapia Intensiva Neonatale in Bozen. Die Schwierigkeiten bei der Geburt, sie hatte einen Vorbereitungskurs erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub geplant, schildert sie ebenso eindringlich wie die Tatsache, dass die exakte Wortwahl der Ärzte für sie zum Barometer ihrer Gefühlswelt werden.

Nach der Geburt gerät die Gefühlswelt der jungen Frau kräftig ins Wanken. Sie ist gerade Mutter geworden, hat aber kein Kind. Denn Arthur kommt in einen Brutkasten der Neonatologie, muss beatmet und über Schläuche versorgt werden. Im Gegensatz zu anderen Müttern, die frisch entbunden haben, ist auch von ihrem Schwangerschaftsbauch nichts mehr zu sehen. Fast so, als hätte sie nie ein Kind bekommen. Erst Dr. Meraner, der Arzt, an dessen Lippen sie hängt, weil nur er es schafft, ihr ein Gefühl von Sicherheit zu geben, kann ihre Emotionen wieder stabilisieren. Und er gibt ihr etwas zu tun: Helena muss ihre Milch abpumpen, denn sie ist überlebenswichtig für ihren Sohn. Das hatten die anderen Ärzte vergessen ihr zu sagen.

Auszug, Umzug und eine Stippvisite

Irgendwann muss die 31-Jährige aus dem Krankenhaus ausziehen und pendelt jeden Tag von Brixen nach Bozen, um ihr Kind zu sehen und ihre Milch abzuliefern. Michael muss längst wieder arbeiten und kommt nur am Wochenende aus Wien zu Besuch. Gut zwei Monate lang geht das so, eigentlich wäre Helena jetzt erst in der 35. Schwangerschaftswoche und hätte noch fünf weitere Wochen Zeit gehabt bis zur Geburt. An Tag 68 nach der Geburt geht es zurück nach Wien, für Arthur mit einem Rettungsteam im Transportbrutkasten.

Die Autorin Heidi Siller lebt in Wien, schreibt einen Blog und hat ihr Buch "Geboren in Bozen" im Eigenverlag publiziert. Daraus, dass Helena Heidi ist, es sich also um eine Art Autobiografie handelt, macht sie kein Geheimnis.

Als der Junge gut dreieinhalb Jahre alt ist, reisen seine Eltern mit ihm nach Bozen. Sie wollen Arthur zeigen, wo er auf die Welt gekommen ist und möchten seinen Arzt besuchen. Helena berichtet dem Doktor von Arthurs Frühförderung, seiner Physio- und seiner Ergotherapie. Dass er mit vier Monaten aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen sei, mit 20 Monaten laufen, mit 23 Monaten normal essen und mit zweieinhalb Jahren sprechen konnte. Alles ein bisschen später als die meisten Kinder, aber wen interessiert das schon?

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.