HOME

Nach Krebs-Diagnose: Roadtrip statt Chemo - Driving Miss Norma stirbt mit 91 Jahren

Als bei Norma Bauerschmidt Krebs diagnostiziert wurde, entschied sie sich gegen eine Chemo, setzte sich stattdessen ins Wohnmobil und ging auf Reise. Nun ist sie verstorben.

Erst verlor Norma ihren Ehemann, dann wurde bei ihr Krebs festgestellt - doch die Rentnerin verlor nicht ihren Lebensmut

Erst verlor Norma ihren Ehemann, dann wurde bei ihr Krebs festgestellt - doch die Rentnerin verlor nicht ihren Lebensmut

Als "Driving Miss Norma" berührte Norma Bauerschmidt weltweit die Herzen der Menschen. Nachdem die amerikanische Rentnerin, Jahrgang 1925, erfahren hatte, dass sie an Gebärmutterkrebs erkrankt war, lachte sie der Krankheit ins Gesicht. Statt Operation, Bestrahlung und Chemotherapie über sich ergehen zu lassen, ging sie auf Reisen. "Ich bin 90 Jahre alt, ich haue ab!", soll sie damals dem behandelnden Arzt gesagt haben. Das war vor 13 Monaten.

Seitdem fuhr sie mit ihrem Sohn und Schwiegertochter mit einem Wohnmobil durch die USA. 75 unterschiedliche Orte und 32 US-Bundesstaaten besuchte die Dame. Eine malerischen Insel an der amerikanischen Pazifikküste wurde nun zu ihrer letzten Station. Am 30. September verstarb die 91-Jährige. Auf der Facebook-Seite von Norma, auf der sie von ihren Abenteuern berichtete, verkündeten ihr Sohn und Schwiegertochter in der Nacht auf Samstag die traurige Nachricht. "Leben ist das Gleichgewicht zwischen festhalten und loslassen. Heute lassen wir los", schrieben sie. 

Hunderttausende Fans verfolgen Normas letztes Abenteur

Zuletzt war eine Weiterreise aufgrund des schlechten Gesundheitszustands der Rentnerin nicht mehr möglich und sie musste in ein Hospiz gebracht werden. 

Hunderttausende Fans trauern mit den Verwandten von Norma. Mit ihrem Lebensmut und ihrer Courage gewann sie fast 450.000 Anhänger auf Facebook. "Du hast mich zum Lachen, Weinen, Lächeln und Kichern gebracht. Du hast mir eine neue Perspektive auf das Leben eröffnet. Ich danke dir!", schrieb etwa eine Nutzerin zum Abschied.

Auf ihrer Facebook-Seite berichtete Norma von ihren Erlebnissen auf ihrer Reise und sprach anderen mit klugen Worten Mut zu: "Du kannst die Uhr nicht zurückdrehen - aber du kannst sie definitiv wieder aufziehen!", schrieb sie einmal. Ihr Lebensmotto: "Lass dein Alter nicht zum Käfig werden!"

Mit ihrer Reise erfüllte sie sich einen alten Lebenstraum, bestaunte den Grand Canyon, die Niagara-Fälle, ging auf Whalewatching-Touren und eroberte die amerikanische Wildnis. Immer mit dabei war ihr geliebter Pudel und ein unermüdliches, strahlendes Lächeln im Gesicht.

ivi
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.