Schulschwänzer Schönbohm fordert elektronische Fußfesseln


Für den CDU-Innenminister von Brandenburg können elektronische Fußfessel "eine vorbeugende wie abschreckende Möglichkeit sein, um die Gesellschaft vor extrem kriminellen Schulschwänzern zu schützen."

Straffällig gewordene notorische Schulschwänzer sollen nach dem Willen des brandenburgischen Innenministers Jörg Schönbohm künftig mit elektronischen Fußfesseln überwacht werden. In der "Bild"-Zeitung wies der CDU-Politiker, dessen Partei am Sonntag in Brandenburg Kommunalwahlen zu bestehen hat, darauf hin, dass jeder dritte Schulschwänzer Straftaten begehe. Die elektronische Fußfessel könne "eine vorbeugende wie abschreckende Möglichkeit sein, um die Gesellschaft vor extrem kriminellen Schulschwänzern zu schützen - und diese vor sich selbst". Auch der CSU-Innenexperte Norbert Geis sagte: "Wir sollten darüber nachdenken."

Zusammenhang zwischen Schwänzen und Kriminalität belegt

Bei einer bundesweiten Befragung des Deutschen Jugendinstituts in München hatten 33 Prozent der Schüler angegeben, sie würden während des Schwänzens "Dinger drehen". Den Zusammenhang bestätigte im Nachrichtenmagazin „Focus“ auch der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, Christian Pfeiffer: „Jugendliche, die massiv schwänzen, sind mindestens vier Mal so kriminell wie ihre Altersgenossen, die regelmäßig die Schule besuchen.“

DPA

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