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Sparen: Optimal haushalten

Jahr für Jahr verschenken Verbraucher zu Hause 500 Euro und mehr: Diese Summe lässt sich durch die clevere Wahl von Energie-, Multimedia- und Finanzanbietern einsparen. Der stern erklärt, wie es funktioniert - am Fallbeispiel.

Auch wenn Sie kein Cent-Fuchser sind, sollten Sie 500 Euro interessieren. So viel lässt sich in durchschnittlichen Haushalten pro Jahr bei Verbrauchskosten wie Heizung, Strom, Telefon oder den Versicherungen häufig einsparen. Und zwar ohne dass Sie auf etwas verzichten müssen. Der stern rechnet Ihnen am Beispiel der Familie Behrla aus Hannover (zwei Kinder, Auto, Haus) vor, wie viel gespart werden kann. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Bei Versicherungen lassen sich leicht 200 Euro einsparen, fast die gleiche Summe bei Telefon, Internet und TV. Bei Geld und Konto bis zu 100 Euro. Und um 50 bis 100 Euro kann man die Kosten für Strom, Gas und Müll drücken.

Energie & Müll

Sparen lässt sich natürlich zuerst beim Verbrauch. Die Behrlas benutzen Energiesparlampen und haben eine moderne Heizanlage in ihrem Haus. Trotzdem brauchen sie rund 2800 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Die würden beim Anbieter Flexstrom 484,80 Euro kosten; garantiert für ein Jahr, allerdings gegen Vorkasse. Das sind knapp 50 Euro weniger, als die Stadtwerke Hannover verlangen. Tarifrechner gibt es im Internet unter anderem bei www.verivox.de. Die 11 900 Kilowattstunden Gas, die die Behrlas im Jahr verbrauchen, kosten sie rund 770 Euro. Im Bundesvergleich ist das günstig, denn erst seit dem 1. Oktober ist der Gasmarkt für alle Anbieter offen. Bisher gibt es aber nur in Hamburg und Berlin neue Konkurrenten. Ersparnismöglichkeit für Verbraucher dort: rund 50 Euro pro Jahr.

Wasser kostet die Familie Behrla 200 Euro im Jahr. Einsparmöglichkeit null: Hier gibt es nur einen Anbieter. Dasselbe gilt für die Schornsteinfegergebühr von 85 Euro (alle zwei Jahre) und für die Abfallgebühren von 195 Euro jährlich. Günstiger geht es nur, wenn man von Quartalsabrechnungen auf jährliche Zahlung umstellt.

Telefon & TV

Der größte Angebotswirrwarr existiert bei Telefon, Internet und TV. Durchblick im Detail? Fast unmöglich. Aber es gibt Faustregeln: Telefonieren ist so billig wie noch nie - weshalb die Anbieter versuchen, Pauschaltarife (sogenannte Flatrates) unters Volk zu bringen. Der Kunde zahlt stets die gleiche Summe, egal, wie viel er telefoniert. Wer monatlich ständig mehr als 45 Euro (Grundgebühr plus Inlandsgespräche ins Festnetz) vertelefoniert, bekommt es billiger. Und das schnelle Internet, im Branchenjargon mit DSL abgekürzt, gibt es mit dazu. Am günstigsten ist derzeit das Paketangebot von Arcor: DSL-Internet plus ISDN-Telefonieren in Deutschland - beides so viel man will - kosten 44,85 Euro pro Monat. Rund neun Euro weniger als bei der Telekom. Haken: DSL ist noch nicht in jedem Winkel der Republik verfügbar. Und: Wer mit dem Heimapparat Handys und/oder im Ausland anruft, muss diese Gesprächsgebühren zu den neuen Paketpreisen hinzurechnen - oder dafür zusätzliche Flatrates buchen.

Richtig sparen lässt sich beim Fernsehen: Der Standard-Kabelanschluss kostet pro Monat 16,90 Euro, also 202,80 Euro im Jahr (Kabel Deutschland). Eine jährliche Zahlweise spart immerhin 41 Euro. Dieselben Programme gibt es mit der neuen DVB-T-Technik allerdings gratis (www.ueberall fernsehen.de). Notwendig ist dazu ein spezielles Empfangsgerät für rund 100 Euro. Der Haken: DVB-T ist noch nicht überall empfangbar. Bei Familie Behrla wäre es möglich. So ließen sich etwa 200 Euro pro Jahr sparen.

Versicherungen

Die größte Ersparnis ist bei Versicherungen drin: Mehr als 200 Euro weniger pro Jahr für dieselbe Leistung sind keine Seltenheit. Schon die Jahreszahlung der Prämie spart bis zu fünf Prozent. Zusätzlich hilft der scharfe Wettbewerb die Haushaltskasse zu entlasten.

Gerade Sachversicherungen werden immer günstiger: Herr Behrla, 35, ist Angestellter im öffentlichen Dienst. Für ihn, seine Ehefrau und die beiden Kinder (drei und sechs Jahre) benötigt er eine Privathaftpflichtpolice. Am günstigsten ist der Direktversicherer HUK24: Jahresprämie 38,50 Euro. Günstig für normale Angestellte ist die Medienversicherung Karlsruhe mit 49,88 Euro. Ersparnis gegenüber anderen Anbietern: etwa 20 Euro pro Jahr.

Der Hausrat der Behrlas auf ihren 150 Quadratmeter Wohnfläche lässt sich für 128,99 Euro jährlich (HUK24, Tarif für den öffentlichen Dienst) versichern, eine Unterversicherung ist ausgeschlossen. Auch Beschäftigten, die nicht im öffentlichen Dienst arbeiten, macht die HUK24 mit 169,36 Euro Prämie das günstigste Angebot. Beide Preise liegen jeweils rund 60 Euro unter denen anderer Anbieter.

Und das Sparen geht weiter: Familie Behrla nutzt ihren sechs Jahre alten Ford Focus Kombi für rund 10 000 Kilometer im Jahr. Nachts parkt das Auto in der Garage. Herr Behrla fährt seit 16 Jahren unfallfrei, und der jüngste Fahrer ist schon 33, seine Ehefrau. Für Haftpflicht plus Teilkasko (150 Euro Selbstbeteiligung) verlangt die Deutsche Internet-Versicherung 139,98 Euro jährlich. Für Angestellte, die nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, berechnet sie 148,33 Euro. In beiden Fällen sind das rund 100 Euro weniger, als andere Anbieter bisher verlangen. Aber Achtung: Es ist viel Bewegung auf dem Markt. Seit dem 1. Oktober haben Autoversicherer neue, meist günstigere Tarifkonditionen. Das kann bis zu 65 Prozent Ersparnis bringen. Jeder Autobesitzer sollte sich bei seiner Versicherung nach anderen Konditionen erkundigen, möglicherweise sogar Vergleichsangebote einholen. Wechseln kann man noch bis zum 30. November 2006.

Geld & Konto

Um bei Geldgeschäften zu sparen, gibt es eine einfache Regel: Je mehr Verbraucher selbst machen, desto billiger wird es. Und umgekehrt gilt: Wer auf Beratung nicht verzichten möchte, muss bereit sein, dafür zu zahlen.

Ein Girokonto, für das Banken bis zu 100 Euro Jahresgebühr verlangen, muss nichts kosten, schon gar nicht bei Online-Kontoführung. Konten zum Nulltarif bieten bei festem monatlichem Geldeingang auch überregionale Filialbanken wie Postbank, SEB oder Citibank, Kreditkarte inklusive. Bei der Sparkasse Hannover und der Dresdner Bank gäbe es für die Behrlas auch ein kostenloses Konto, aber nur bei Onlinebanking. Die Kreditkarte kostet extra. Ein Plus bei der Sparkasse: Das Giroguthaben verzinst sich mit bis zu 1,75 Prozent. Den höchsten Zins für Ersparnisse bietet derzeit - von Lockangeboten abgesehen - die Sparda-Bank Münster (2,73 Prozent). Zu Hause bei Behrlas zahlen die PSD Banken in Hannover und Braunschweig sogar 2,78 Prozent. Abfragen lassen sich Zinsangebote unter anderem auf dem Internetportal von Biallo & Team (www.biallo.de).

Und selbst beim Sparen lässt sich sparen: Wer vermögenswirksame Leistungen (VL) vom Arbeitgeber in Aktienfonds oder Bausparen anlegt, erhält bis zu bestimmten Einkommensgrenzen staatliche Zulagen. Da die Spar- und Kreditzinsen der Bausparkassen aber momentan sehr niedrig liegen - nominal teilweise unter zwei Prozent -, lohnt sich das nur, wenn später wirklich in eine eigene Immobilie investiert werden soll (Tarife unter www.fmh.de). Für alle anderen Sparer sind Aktienfonds attraktiver.

Frank Donovitz, Joachim Reuter Mitarbeit: Sandra Rindchen / print
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(