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Studiengebühren: Der Schwund der Studenten

Immer mehr Studenten melden sich aufgrund der seit dem 1. April neu eingeführten Studiengebühren ab.

Die Einführung von Studiengebühren für Langzeitstudenten der Hamburger Universität hat zu einer großen Zahl von Abmeldungen geführt. Nach dem bisherigen Stand der Erhebung hätten sich mehr 1300 Altstudenten zum Sommersemester 2004 nicht wieder einschreiben lassen, sagte Universitäts-Sprecher Peter Wiegand am Mittwoch. Er bestätigte damit einen Bericht des "Hamburger Abendblatts", nach dem die Zahl der Exmatrikulationen rapide angestiegen ist. Wiegand betonte, das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen. "Die endgültigen Zahlen werden sicherlich noch höher sein."

Viele sind nur pro forma eingeschrieben

Hamburger Hochschüler, die die Regelstudienzeit von durchschnittlich zehn Semestern um mehr als sechs Semester überschreiten, müssen seit dem 1. April eine Studiengebühr von 500 Euro pro Semester bezahlen. Betroffen sind nach Angaben von Wiegand rund 6500 der fast 40 000 Studenten der Hamburger Universität. 750 Langzeitstudenten sind wegen besonderer Umstände von der Gebühr befreit worden. Die Exmatrikulation derjenigen, die nur noch pro forma eingeschrieben waren, sei zu erwarten gewesen, sagte Wiegand.

Die Sprecherin der Wissenschaftsbehörde, Sabine Neumann, erklärte: Ziel der Langzeitstudiengebühr ist es nicht, Leute von der Universität zu vertreiben. Aber ein Studium ist ein wertvolles Gut, das nicht für unbegrenzte Zeit kostenlos zur Verfügung steht."

DPA / DPA
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