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An der Themse in London Prominente Robbe "Freddy Mercury" stirbt nach schwerer Hunde-Attacke

Die Robbe war nach dem verstorbenen Sänger der Musikgruppe Queen benannt
Die Robbe war nach dem verstorbenen Sänger der Musikgruppe Queen benannt
© British Diverse Marine Life Rescue
An der Themse in London hat ein Hund am Wochenende eine Robbe angegriffen und derart schwer verletzt, dass sie nun erlöst werden musste. Das Tier hatte zuvor wochenlang Spaziergänger erfreut.

"Freddy Mercury" hatte sich eine richtige kleine Fangemeinde aufgebaut. Die junge Robbe, benannt nach dem verstorbenen Sänger der Rockgruppe Queen, begeisterte seit Wochen Spaziergänger und Anwohner am Ufer der Themse in London. Das Tier zeigte wenig Scheu, posierte und ließ sich bereitwillig fotografieren. Ende Februar entfernten lokale Tierretter Freddy eine Angelhaken aus der Schnauze, die Rettungsaktion schaffte es sogar auf lokale Nachrichtenportale. Nun ist Freddy wieder in den Nachrichten, dieses Mal aber ohne ein Happy End.

Robbe "Freddy Mercury" von Hund angefallen

Am Sonntag attackierte ein Hund die noch nicht ganz ein Jahr alte Robbe, verbiss sich in ihrer Vorderflosse und verletzte sie schwer. Das Lokalblatt "Chiswick Calendar" veröffentlichte Fotos der Attacke. Augenscheinlich handelte es sich bei dem Hund um einen Terrier, vermutlich ein American Pitbull oder Staffordshire.

Laut Augenzeugen ging der Vierbeiner mit seinem Besitzer am Strand spazieren und sei dann aus rund 800 Metern Entfernung im Vollsprint auf die Robbe zugerast. Der Hund habe mehrfach zugebissen und konnte auch von drei hinzugeeilten Passanten nur schwerlich von seinem Opfer losgerissen werden. Zwischenzeitlich habe ein Mann auch vergeblich auf den Hund eingetreten, ohne dass dieser lockergelassen habe.

Letztlich sei es den Passanten und dem Besitzer gelungen, den Hund wieder einzufangen. Robbe Freddy sei dann in einen Hundekäfig verfrachtet und stark blutend von Tierrettern abgeholt worden. Auch zwei der Helfer mussten den Berichten zufolge in Krankenhäusern behandelt werden. Einer war demnach vom Hund gebissen worden, ein anderer habe "eine Kopfnuss" von der gestressten Robbe bekommen.

Robbe kuschelt mit Taucher

Tierretter: "Unmöglich" ihn wieder auszuwildern

Freddy wurde seit dem Wochenende in einem örtlichen Tierkrankenhaus behandelt. Wie die "British Divers Marine Life Rescue" am Montagabend auf Facebook mitteilte, war der Seehund jedoch nicht mehr zu retten. Er habe Knochenbrüche sowie "Verletzungen am Gelenk, den Bändern und Nerven" der Flosse davongetragen, die zudem ausgekugelt worden sei.

Die Verletzungen nach der "grausamen Attacke" seien derart stark gewesen, dass es "unmöglich" gewesen sei, ihn "zu heilen und zurück in die Wildnis zu entlassen". Freddy habe sich geweigert zu essen und nach Rücksprache mit Experten habe man sich dazu entschlossen, ihn von seinen Schmerzen zu erlösen.

Quellen:  British Diverse Marine Life Rescue auf Facebook / BBC / "Richmond and Twickenham Times" / "The Independent" / ITV / "Chiswick Calendar" / "SW Londoner"

fin

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