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Wildtier Polizei überprüft Passantin in der Karlsruher Innenstadt – sie hat einen Babyfuchs bei sich

Der in Karlsruhe entdeckte Babyfuchs
Der in Karlsruhe entdeckte Babyfuchs
© Polizei Karlsruhe
Bei einer nächtlichen Streife fiel den Polizisten eine junge Frau mit einem ungewöhnlichen Tier im Arm auf. Sie schauten sich das genauer an.

Die Polizeibeamten trauten ihren Augen kaum, als sie während einer nächtlichen Streife gegen 23 Uhr in der Karlsruher Innenstadt eine Frau bemerkten, die einen Fuchswelpen auf dem Arm trug. Die Frau stand mit dem kleinen Wildtier neben einem Auto – als die Polizisten langsam vorbeifuhren, um sich die Szene genauer anzsuchauen, konnten sie das Fellknäuel eindeutig als Fuchswelpen identifizieen.

Bei der anschließenden Kontrolle gab die 28-jährige Frau an, dass etwa zwei Wochen zuvor das Muttertier bei einem Wildunfall getötet worden sei. Sie wollte sicherstellen, dass der Babyfuchs gut versorgt würde – da aber angeblich alle Auffangstationen überfüllt gewesen wären, habe sie den Welpen kurzerhand selbst bei sich aufgenommen. Und da das Füchslein nicht alleine zu Hause bleiben könne, habe sie es am besagten Abend in einer Transportbox mit nach Karlsruhe genommen, wo sie sich mit Freunden treffen wollte. Während sie in der Innenstadt einen Cocktail trank, blieb der Welpe im Fahrzeug. Kurz vor der Kontrolle sei sie zum Fahrzeug zurückgekehrt.

Die Frau trank Cocktails, der Fuchs wartete im Auto

Da die Beamten erhebliche Zweifel an den Aussagen der 28-Jährigen hatten, beschlagnahmte sie den Babyfuchs, Diego genannt, und übergaben ihn im weiteren Verlauf an die Tierrettung. Er wird nun artgerecht betreut und versorgt und, wenn möglich, irgendwann wieder in die Natur entlassen. Gegen die Frau wird nun wegen jagd- und tierschutzrechtlicher Bestimmungen ermittelt.

Wildtiere sind keine Haustiere. Für verwaiste Jungtiere gibt es erfahrene Auffangstationen und nur in ganz besonderen Ausnahmefällen – und auch nur in engem Kontakt mit den entsprechenden Fachstellen – dürfen junge Wildtiere von Privatpersonen versorgt werden.

Quelle: Polizei Karlsruhe

wt

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