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Umfrage: Religionsunterricht gehört in die Schule

Drei Viertel der Deutschen finden, dass Schüler in Religion unterrichtet werden sollten. Ob mit freiwilliger Teilnahme oder gar als Hauptfach - darüber gingen die Meinungen auseinander.

Drei Viertel aller Bundesbürger (74 Prozent) befürworten Religionsunterricht als Regelfach an Schulen. Elf Prozent der West- und drei Prozent der Ostdeutschen würden ihn sogar als Hauptfach wie Deutsch oder Mathe einstufen wollen, ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Magazins 'Chrismon', die in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht wird. Besonders in Bayern wünschen sich viele den Religionsunterricht als reguläres Nebenfach (29 Prozent). Die geringste Zustimmung für diesen Vorschlag kam mit 9 Prozent aus Berlin.

Religionsunterricht ist laut Grundgesetz ordentliches Lehrfach an allgemein bildenden Schulen. Der Vorschlag, den Schülern die Teilnahme daran freizustellen, erhielt die größte Zustimmung in der Umfrage. Dieser Meinung sind 41 Prozent aller Befragten, wobei es keinen nennenswerten Unterschied zwischen West und Ost gibt.

Dagegen wollen nur 6 Prozent (4 Prozent im Westen und 15 Prozent im Osten), dass Religionsunterricht nur auf ausdrücklichen Wunsch erteilt werden solle. 7 Prozent der Befragten würden den Religionsunterricht am liebsten ganz von den Schulen verbannen - 11 Prozent in Berlin, 4 Prozent in Bayern.

Emnid hatte zwischen am 23. und 24. Juni 1006 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt.

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