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Aufruf zur Rebellion Gastronom macht Stunk gegen Corona-Politik: Essen gibt's nur noch für Ungeimpfte

Viele Impfgegner in den USA
In den USA stockt die Impfkampagne. Der Anteil der Impfgegner ist groß. (Symbolbild)
© Ilze Kalve / Getty Images
Ein kalifornischer Restaurantbesitzer übt den Aufstand. Er will in Zukunft nur noch Ungeimpfte bedienen und ruft die Gastronomen des Landes dazu auf, es ihm gleich zu tun.

Einem kalifornischen Gastronomen schmeckt die Politik seiner Regierung nicht. Er macht Stimmung gegen die angekündigten Verschärfungen der Corona-Maßnahmen, die eine weitere Ausbreitung des Virus eindämmen wollen. In seinem Restaurant "Basilico's Pasta e Vino" soll's ab jetzt nur noch Essen für Ungeimpfte geben. Auf einem Schild, dass im Fenster des Restaurants hängt, ist zu lesen: "Wir haben null Toleranz für verräterische, antiamerikanische Dummheit".

In den USA schnellen die Infektionszahlen wieder nach oben, die Schutzmaßnahmen werden verschärft. "Immer mehr Forderungen nach Impfnachweisen, die Rückkehr der Maskenpflicht ... Hier kommen sie, um euch wieder einzusperren", ist auf der Instagram-Seite des Restaurants zu lesen. Zum Trotz soll in dem italienischen Restaurant in Huntington Beach fortan nur noch bedient werden, wer nachweisen kann, dass er nicht geimpft ist. Wie genau das belegt werden soll, ist allerdings nicht bekannt. So schlug ein Kommentator vor: "Ich komme eingewickelt in eine amerikanische Flagge, wie wäre das als Beweis". Gegenüber der "Los Angeles Times" sagte ein Restaurantmitarbeiter allerdings, dass der Impfstatus der Gäste in Wahrheit nicht überprüft werde.

"Rakete des Trotzes"

Aufgrund der neuesten Entwicklungen, drohenden Restaurantschließungen und Impfnachweispflicht, "haben wir uns entschieden, eine weitere Rakete des Trotzes abzufeuern, um unseren Standpunkt zur Verteidigung der amerikanischen Freiheit zu unterstreichen", erklärt der Inhaber in einer E-Mail, aus der die "Los Angeles Times" zitiert. Neben der Ankündigung veröffentlichte das Restaurant auf Instagram ein Video mit einer Art Widerstandserklärung. Es ist ein Aufruf zur Rebellion. Falls es dazu kommen sollte, dass Restaurants wieder geschlossen werden, sollten sich, so der Aufruf, Gastronomen nicht nur widersetzen.

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Sie sollen dagegen vorgehen, die amerikanische Flagge vor ihren Geschäften hissen sowie eine weitere mit der Aufschrift "Do Not Tread on Me, live Free or Die" (in etwa: "Tritt nicht auf mich, frei leben oder sterben"). "Don't Tread on me" ist als Aufschrift der historischen US-amerikanischen Flagge ("Glasden flag") aus der Zeit der amerikanischen Revolution bekannt. Ursprünglich war sie ein Zeichen für US-Patriotismus, inzwischen wird sie zunehmend von der politischen Rechten im Land verwendet. Und mehr noch: Sollten Gastronomen Vorladungen erhalten oder Aufforderungen vor Gericht zu erscheinen, sollten sie diese ignorieren.

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Werbewirksamer Widerstand

Außerdem fordert der Restaurantinhaber in dem Video dazu auf, das Tragen von Masken in den Restaurants zu untersagen. Die Masken seien die stärkste Waffe der Lockdowns, sagte er in dem Video. "Sie werden benutzt, um die Amerikaner zu spalten, genau wie die Impfung, und sie stehen für Angst, Kontrolle und Unterwerfung." Es ist nicht das erste Mal, dass das Restaurant gegen die Masken wettert. Bereits im vergangenen Jahr, als die Maskenpflicht eingeführt wurde, erklärte sich das Restaurant öffentlichkeitswirksam zur "maskenfreien" Zone. Nicht ohne gleichzeitig ordentlich die Werbetrommel zu rühren. Das Restaurant investierte in ein riesiges Plakat, dass am La Cienega Boulevard hängte und auf dem zu lesen stand: "Lass die Maske, nimm' die Cannoli", was eine Anspielung auf ein Filmzitat aus "Der Pate" ist. Inzwischen macht das Restaurants auch Geld mit Merchandise, vertreibt T-Shirts mit dem Aufdruck: "Lass die Impfung, nimm' die Cannoli".

Dass sich das Restaurant nicht an die Corona-Regeln hält, hat auch die Bundesbehörde Occupational Safety and Health Administration auf den Plan gerufen. Aufgrund diverser Regelverstöße hat die Behörde bereits Geldstrafen in Höhe von knapp 130.000 Euro verhängt. So hatten die Mitarbeiter unter anderem keine Masken getragen, Corona-Schutzmaßnahmen waren nicht eingeführt worden. Den Gastronomen juckt das alles nicht. Er wolle, kündigte er im Juli auf Instagram an, den "amerikanischen Verrätern" nichts zahlen.

tpo

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