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Nach Ribérys Gold-Steak: Wie schmeckt eigentlich Blattgold – und ist es schädlich?

Franck Ribéry hat sich diese Frage wohl nicht gestellt, als er ein mit Blattgold veredeltes Steak verschlang: Ist Blattgold gesundheitlich bedenklich? Und wie schmeckt es eigentlich?

Blattgold

Wie schmecken eigentlich Lebensmittel, die mit Blattgold veredelt sind?

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Erst vor wenigen Tagen verdrückte Fußballstar Franck Ribéry ein Gold-Steak im Wert von 1200 Euro. Dafür kassierte er einen Shitstorm, dem Franzosen wurde Dekadenz vorgeworfen. Gegessen hat er bei Nusret Gökçe, einem türkischen Gastronom, der in den sozialen Netzwerken den Spitznamen #SaltBae trägt und ein Instagram-Star ist. (Mehr zu dem Gastronomen, bei dem alle Fleisch essen wollen, lesen Sie hier). Schnell kam die Frage auf: Wie schmeckt eigentlich Blattgold - und ist es schädlich?

Die Antwort darauf ist leicht: Gold kann man essen, es ist ein natürlicher Farbstoff, der unter der Zusatzstoffnummer E175 gelistet ist. Das Edelmetall verfeinert Gerichte vor allem in optischer Hinsicht. Geschmacklich ist es zu vernachlässigen: Gold und auch Blattgold schmecken nach nichts. Das Edelmetall hat absolut keinen Geschmack. Selbst Blattgoldstücke direkt auf die Zunge gelegt, haben kein Aroma.

Besonderes Essen: Franck Ribéry verdrückt ein Gold-Steak im Wert von 1200 Euro

Es kann jedoch vorkommen, dass dem Blattgold ein Fremdgeschmack zugeordnet werden kann. Dann nämlich, wenn das Gold verunreinigt ist, beispielsweise durch andere Metalle bei der Verarbeitung oder auch wegen Chemikalien in der Produktion. Vorsicht! Das sollte man keineswegs verspeisen.

Vor allem Süßspeisen wie Pralinen werden gern mit Blattgold veredelt. Oder aber auch Getränke, wie das traditionelle Danziger Goldwasser, ein Likör mit Blattgold.

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Grüne Bohnen  Gemüse ist gesund, und die meisten Arten lassen sich auch prima roh verzehren. Eine Ausnahme sind grüne Bohnen wie Busch- oder Feuerbohnen. Sie enthalten eine giftige Eiweißverbindung - das sogenannte Phasin. Der Stoff bewirkt, dass die roten Blutkörperchen im Körper zusammenkleben. Die Folgen: Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Werden größere Mengen roher Bohnen verzehrt, kann es auch zu tödlichen Vergiftungen kommen. Als besonders gefährdet gelten Kinder aufgrund ihres geringen Körpergewichts.  Wichtig daher: Bohnen immer kochen, mindestens zehn Minuten in sprudelndem Wasser. Das zerstört das giftige Protein weitgehend. Blanchierwasser bitte immer wegkippen - auch darin können größere Mengen Phasin stecken.

Grüne Bohnen

Gemüse ist gesund, und die meisten Arten lassen sich auch prima roh verzehren. Eine Ausnahme sind grüne Bohnen wie Busch- oder Feuerbohnen. Sie enthalten eine giftige Eiweißverbindung - das sogenannte Phasin. Der Stoff bewirkt, dass die roten Blutkörperchen im Körper zusammenkleben. Die Folgen: Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Werden größere Mengen roher Bohnen verzehrt, kann es auch zu tödlichen Vergiftungen kommen. Als besonders gefährdet gelten Kinder aufgrund ihres geringen Körpergewichts.

Wichtig daher: Bohnen immer kochen, mindestens zehn Minuten in sprudelndem Wasser. Das zerstört das giftige Protein weitgehend. Blanchierwasser bitte immer wegkippen - auch darin können größere Mengen Phasin stecken.

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Ist Blattgold gesundheitsbedenklich?

Und wie steht es mit der Gesundheit? Blattgold mit der E-Nummer E175 gilt als unbedenklich. Das heißt, unsere Gesundheit trägt davon keinen Schaden. Höchstmengen zum Verzehr gibt es derweil nicht, das mag auch am Preis liegen. Täglich wird Gold wohl nicht auf dem Teller landen. Der aktuelle Goldpreis liegt momentan bei etwa 35 Euro pro 1 Gramm. Es bleibt eher eine Spielerei als eine echte Zutat in der Küche. 

Der türkische Gastronom Nusret hat indes mit einem Gold-Steak nachgelegt, das 1200 Gramm schwere Stück Fleisch ist mit 24 Karat Gold umzogen. Das Auge freut sich, das Portemonnaie wohl weniger.

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