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Soll nicht spritzen: Bratpulver "Paudar" - was taugt das "Höhle der Löwen"-Produkt?

Kaum Fett, kein Spritzen und gut zu dosieren: So lautet das Versprechen von "Paudar", das rein pflanzliche Bratpulver zum Streuen. Der stern hat das Produkt getestet. Ist es eine gute Alternative zu Pflanzenöl?

Deniz Schöne (l.) und Johannes Schmidt stellen bei "Die Höhle der Löwen" ihr Produkt Paudar vor

Deniz Schöne (l.) und Johannes Schmidt stellen bei "Die Höhle der Löwen" ihr Produkt Paudar vor

Wer Fleisch oder Gemüse in der Pfanne scharf anbrät, kämpft immer mit dem gleichen Problem: Es spritzt und das Fett ist nicht nur auf dem Herd, sondern meist auch auf der Arbeitsplatte verteilt.

"Das sollte doch lösbar sein", dachten sich Johannes Schmidt und Deniz Schöne. Die zwei Jungunternehmer stießen zufällig auf ein Fettpulver aus Kakaobutter zum Braten. Das hatte aus ihrer Sicht aber einige Nachteile, also forschten sie weiter an einer Alternative. Und kreierten ihr neuestes Produkt: "Paudar", ein pflanzliches Brattfett zum Streuen.

Das Produktversprechen ist groß: leicht zu dosieren, kaum lästige Fettspritzer, geschmacksneutral und zu 100 Prozent pflanzlich. Es besteht aus Palmfett aus nachhaltigem Anbau, aus Salnuss, eine Frucht vom Salbaum, der hauptsächlich in Indien wächst und aus Sonnenblumenlecithin, das das Spritzen verhindern soll. Lecithin dient als technischer Hilfsstoff. Das Produkt besteht zu ca. 70 Prozent aus gesättigten Fettsäuren und zu 30 Prozent aus einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Vorteile? Der Verbraucher benutzt weniger Fett als mit normalen Pflanzenöl, die Fettspritzer werden auf ein Minimum reduziert und man erhält perfekte Bratergebnisse - außen knusprig, innen saftig - mit wenig Fett. So die Angaben der Hersteller. Zudem soll es hoch erhitzbar sein. Aber was ist wirklich dran? Wir haben das Produkt getestet.

Was die Ernährungsexpertin von "Paudar" hält

In puncto Fettspritzer halten die Jungunternehmer, was sie versprechen. Wer häufig Fleisch brät, kennt die Spritzer auf dem Herd, der Arbeitsfläche oder an der Küchenrückwand. Mit diesem Produkt sind sie sehr gering, fast gar nicht vorhanden. Das Dosieren ist ebenfalls leicht, und die Dose lässt sich gut im Gewürzregal verstauen.

Aber braucht man das wirklich? Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm sieht das Produkt eher als "Gimmick ohne gesundheitlichen Mehrnutzen": "Wenn ich etwas anbraten will, dann benutze ich doch am besten etwas Sojaöl - von mir aus auch Erdnuss- oder Olivenöl. Da habe ich eine viel bessere Fettsäuremischung als bei Palm- und Salfett. Und den Rauchpunkt erreiche ich da auch nicht. Da komme ich auch mit wenig Fett aus, weil es ja flüssig ist. Klar, könnte ich das Steak auch nur mit Öl einpinseln. Aber ehrlich: Wir wissen ja, dass low fat nicht unbedingt so gesund ist. Ich gebe lieber ein wenig Öl in die Pfanne - und dann brate ich."

Die Höhle der Löwen startet in die sechste Staffel.

Die Gründer von "Paudar" sehen ihr Produkt aber auch gar nicht dogmatisch, sie wollen sich nicht pauschal gegen herkömmliche Öle oder den Nährstoff Fett stellen. Es gehe ihnen um das "optimale Bratfett für den sparsamen Verbrauch". Wer nicht auf den Geschmack von Olivenöl verzichten möchte, könne das Gericht nach dem Braten mit dem Öl seiner Wahl verfeinern, so die Gründer.

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