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Großbritannien Aldi verteilt an Heiligabend Essen an Bedürftige

Aldi-Schild
Aldi will im Weihnachtsgeschäft nicht nur Geld verdienen, sondern auch benachteiligte Menschen unterstützen
© Getty Images / yevtony
Nicht jeder kann sich an Heiligabend ein köstliches Mahl leisten. Deshalb hat Discounter Aldi in Großbritannien angekündigt, Bedürftige an Heiligabend mit übrig gebliebener frischer Ware zu unterstützen.

An Heiligabend sorgen nicht nur die Geschenke für leuchtende Augen, sondern oft auch das Essen. In vielen Familien ist der 24. Dezember der kulinarische Höhepunkt des Jahres – an keinem anderen Tag wird das Essen so weit im Voraus geplant und werden so viel Zeit und Mühe in die Zubereitung gesteckt.

Viele Menschen aber können sich auch zu Weihnachten kein besonderes Essen leisten. Arme Familien, die jeden Euro umdrehen müssen, können keine großen Sprünge machen. Sie müssen sich mit Alltagsessen oder Fast Food begnügen.

Doch weil Weihnachten nicht nur das Fest des Essens, sondern auch (und vor allem) das Fest der Liebe ist, will die Discounter-Kette Aldi Bedürftigen ebenfalls ein außergewöhnliches Essen ermöglichen. Aldi kündigte an, an Heiligabend nicht verkaufte frische Waren an wohltätige Organisationen zu verschenken. Diese geben die Lebensmittel dann an jene weiter, die es am dringendsten nötig haben.

Aldi verschenkt Lebensmittel

Um 16 Uhr schließen in Großbritannien die Märkte am 24. Dezember und öffnen nach den Feiertagen erst am 27. wieder. "Es wird eine große Auswahl von übrig gebliebenen Lebensmitteln guter Qualität geben, die unsere Märkte gern weiterverteilen würden, um benachteiligte Menschen zu unterstützen und Lebensmittelverschwendung zu verhindern", schreibt Aldi in einem Statement. Auf Twitter bestätigte die PR-Abteilung die Echtheit der Mitteilung.

Organisationen können Aldi bis zum 8. Dezember kontaktieren und die Lebensmittel dann am Heiligabend nach Ladenschluss abholen. Es werde pro Markt etwa 20 bis 30 Kisten geben, schreibt Aldi. 

Deutsche Discounter schließen an Heiligabend

Mit der Aktion hilft der Konzern hoffentlich vielen bedürftigen Menschen und ermöglicht ihnen ein schönes Weihnachtsfest. Gleichzeitig handelt es sich natürlich aber auch um eine gelungene PR-Aktion, passend zum Advent, die Aldi in den sozialen Netzwerken viel Sympathie und positive Reaktionen einbringt. "Sehr fair von Aldi", heißt es dort oder "Respekt an Aldi – hoffentlich folgen viele andere". 

Tatsächlich verschenken andere Händler im Vereinigten Königreich, wie beispielsweise Aldi-Konkurrent Tesco, bereits seit Längerem überschüssige Lebensmittel. In Deutschland haben die großen Discounter angekündigt, ihre Märkte an Heiligabend, der dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, nicht zu öffnen. Ob es ähnliche Aktionen wie in Großbritannien geben wird, ist noch nicht bekannt.

epp

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