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Gutes aus dem Küchengarten Das Gift in unseren Gärten


Ich möchte mit euch heute ein paar Gedanken zum Thema Gifte in unseren Gärten teilen. Denn schon im Vorjahr erzählte mir ein Gartler-Freund, er hätte seinem Arbeitgeber mitgeteilt, dass er kein Roundup spritzen wird. Er diesbezüglich die Arbeit verweigert. Mich erstaunte dabei, dass dieses Spritzmittel überhaupt zur Landschaftspflege angewendet wird. Man es in jedem Baumarkt, Gartenmarkt erhält, in allerlei Varianten, leicht mit Sprühflasche anzuwenden. Es sich euphemistisch als "EASY – Unkraut weg" bewirbt.

Für mich war das eine überraschende Information. Denn mir war bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, dass dieses Unkrautvernichtungsmittel so unbekümmert Verwendung findet. Mein Gartennachbar das Zeugs dort spritzen könnte. Mein Gartler-Freund zieht sein Gemüse selbst, hält sich Enten, betreibt Permakultur und sollte bei landschaftsgärtnerischen Arbeiten bei seinem Arbeitgeber dieses Gift verwenden. Das passte nicht zusammen.

Später dann erfuhr ich von anderer Seite, auch dort wird sorglos Roundup verwendet. Überall wo Unkräuter auftreten, Roundup muss her. Diese Region wirbt mit Natur, Gesundheit, Wellness und zählt zum Inbegriff dessen, was Österreich darstellt – Alpen, Natur, Reinheit, Bio,..... Hunderttausende Nächtigungen im Jahr, derweil giftelt es gar auf den Rabatten im Hotelgarten.

Roundup enthält Glyphosat, ein Gift, das für fast alle Pflanzenarten tödlich wirkt, Resistenzen ausbildet und fürs Amphibiensterben verantwortlich gemacht wird. Roundup von Monsanto ist für Kleingärtner in Deutschland erhältlich. Dann nämlich, wenn landwirtschaftlich, gärtnerisch (!) oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen unter bestimmten Auflagen wie 3-Meter Sicherheitsabstände damit behandelt werden sollen. Auch die Landwirtschaft setzt dieses Gift seit den 1970er Jahren fleißig ein.

Da wundere ich mich also, dass die Hausgärten in der Nachbarschaft oder der Dorfpark so gestriegelt erscheinen, so frei von jeglichen Beikräutern (das sind nämlich für mich Unkräuter). Und ich kaum mehr Frösche oder Amphibien in den Pfützen finde. In meiner Kindheit wimmelte es doch in jeder Wasserlache nur so von kleinen Froschlarven, und an Waldrändern traf man oft auf Salamander und Co.

Auch der Mensch sollte Roundup nicht einatmen. Es könnte Krebs verursachen. Die Kontroversen zu diesem Gift sind wie immer lächerlich beschönigend geführt, stoßen sich an Methoden der Untersuchungen, an Prozentwerten der biologischen Abbaubarkeit der Inhaltsstoffe oder beschränken sich auf Grenzwerte. Die Tatsache, dass dieses Zeugs giftig für Lebensformen ist, genügt mir für ein entschlossenes NEIN.

Deswegen, liebe Bio-Küchengartler, schaut euch doch mal eure Parks und Grünflächen in der Umgebung an. Und vielleicht fragt ihr in euren Gemeindeverwaltungen nach, welche Pflanzenschutzmittel (was für ein Euphemismus, als ob man Pflanzen voreinander schützen müsste!) auf den öffentlichen Grünflächen verwendet werden. Vielleicht fordert ihr dann eure Gemeinde auf, frei vom Einsatz von Herbiziden und Pestiziden zu werden. Wenn man schon essbare Städte, Gemeinden und Firmengärten initiiert, dann gehört auch ein generelles sich Freisprechen von solchen Spritzmitteln dazu. Es geht nämlich auch ohne.

Kleiner Zusatz: Die Schweiz verbietet Roundup.

Was Roundup ist? - Empfehlenswert hier auch die Link-Liste am Ende des Artikels.

Was der Gartengnom dazu sagt...


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