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Wegen eines Fernsehbeitrags: Dieser 110-jährige Hummer hatte Glück – er landete nicht im Kochtopf

Sein Schicksal war schon besiegelt: Der Hummer Larry sollte im Kochtopf eines amerikanischen Restaurants landen. Doch es kam alles anders: Larry wurde gerettet.

Glück im Unglück: "Larry the lobster" landete nicht im Kochtopf

Glück im Unglück: "Larry the lobster" landete nicht im Kochtopf

"Larry the lobster", also Larry der Hummer, ist ein dicker Brocken: Er wiegt knapp 7,5 Kilo und sollte vorherige Woche im Kochtopf des "Tin Fish Restaurants" in Sunrise, Florida in den USA landen. Doch ein Fernsehbeitrag änderte alles wie die "Washington Post" berichtet.

Die "ABC" berichtete in einem Fernsehbeitrag, dass bald ein Hummer in einem Restaurant serviert werden würde, der älter wäre als die Gegend aus der er stamme. Tierschützer ließ dieser Beitrag natürlich nicht kalt, einer der Retter sah einen Post auf Facebook und verständigte daraufhin die Tierschutzgruppe "iRescue Wildlife". Sie wollten, den Hummer vom Restaurant abkaufen und ihn dann wieder in seine natürliche Umgebung entlassen.

"Das ist so blöd"

Als der Gründer der Restaurantkette "Tin Fish" Joe Melluso davon hörte, dass Tierschutzorganisationen, um das Leben des Hummers kämpfen, dachte er sich: "Das ist so blöd". Aber mittlerweile denkt er darüber etwas anders: "Sie [die Tierschützer, Anm. d. Red.] achten darauf, eine Spezie auf eine verantwortliche Weise zu schützen und ihr zu helfen. Ich sollte auch so denken." Das tat Melluso schließlich auch, nachdem er sich geäußert hatte, er wäre bereit den Hummer zu verkaufen, ansonsten würde er im Kochtopf und auf dem Teller eines Gastes landen.

300 US-Dollar (etwa 273 Euro) mussten die Tierschützer für "Larry the lobster" zahlen. Das beinhaltete aber nicht den Transport in sein natürliches Habitat. Wie alt Larry übrigens ist, kann nicht genau bestimmt werden. Experten gehen davon aus, dass er "richtig alt" ist und schätzen sein Alter zwischen 60 und 110 Jahre.

Larry soll im "Maine Department of Marine Resources" untergebracht werden. Dort sei er bislang aber nicht angekommen, er befände sich noch in Quarantäne, um das Leben der anderen Meerestiere nicht zu gefährden. Das erklärte ein Sprecher der Abteilung für Meeresschutz. In der Einrichtung befände sich bereits seit längerer Zeit ein 8,5 Kilogramm schwerer Hummer. So wäre Larry zumindest nicht allein – und kann ihm von seiner Rettung vielleicht sogar erzählen. 

dsw