HOME

Das muss Liebe sein: Warum stehen Gäste zehn Tage lang für Nudeln an?

Es soll nicht irgendein Nudelrestaurant sein, sondern der beste Ort für Ramen - also japanische Nudeln - der Welt. Kein Wunder also, dass sich in der neu eröffneten Filiale Schlangen bildeten. Ganze zehn Tage lang.

Im Jahr 2016 löste ein Artikel von Forbes wohl den Hype um das Nudelrestaurant aus. Das Magazin krönte das "Ichiran Ramen" in Japan zum besten Ramen-Laden der Welt. Ramen sind eine eigene Art janpanischer Nudeln. Diese Nudeln werden meist für Nudelsuppen hergestellt, die man ebenso Ramen nennt.  Das "Ichiran Ramen" ist besonders bekannt für sein Tonkotsu-Ramen auf Schweinebrühebasis.


Natürlich bekommt man Ramen-Suppen für wenige Cent als Fertigprodukt aus der Tüte. Das ist aber kein Vergleich zu Ramen bei "Ichiran Ramen". Das hat auch schon Forbes 2016 erkannt: Die Ramen dort seien "köstlich" und "perfekt". Wer hier regelmäßig ist, kennt das Geschmackshighlight der Nudelsuppen und auch das Prozedere: Wenn man davon ausgeht, dass man nicht stundenlang auf einen Tisch warten muss, gibt man zuerst seine Bestellung auf - und zwar in Form eines Tickets. Sein Essen stellt man sich an einem Automaten zusammen, das Ticket sollte man danach nicht verlieren, sonst war das Warten umsonst.

Dass Gäste vor "Ichiran Ramen" auf einen Tisch vor der Tür warten müssen, ist nichts Neues. Ein neuer Rekord wurde aber bei der Eröffnung einer neuen Filiale des Nudel-Restaurants in Taiwan aufgestellt. Geschlagene zehn Tage, ich wiederhole, ZEHN TAGE, standen Gäste vor dem Ramen-Laden an. Wie ist das möglich? Laut des Hongkonger Magazins "ejinsight" bildete sich in Taipeh eine Warteschlange mit einer Wartezeit von 240 Stunden. Ein neuer Rekord. Bereits in Hongkong im Jahr 2013 waren die Leute verrückt nach den Nudeln: Hier wartete man 196 Stunden bevor das Restaurant überhaupt eröffnete. 

看來是吃不到了哭哭? #一蘭拉麵

Ein Beitrag geteilt von 波波兒? (@seg821006) am


Campen vorm Restaurant

Man kennt dieses Verhalten von Star-Wars-Premieren oder auch wenn ein neues iPhone auf den Markt kommt - zumindest früher einmal. Auch da campten geduldige Kunden vor dem Apple-Store. Dass Leute aber ihre Zelte vor einem Restaurant aufschlagen, ist neu. Aus New York kennt man zumindest stundenlange Warteschlangen beispielsweise vor neuen Food-Kreationen wie dem Cronut (ein Hybrid aus Croissant und Donut) oder erst jüngst vor einem Lokal, das selbstgemachte Rinderbrühe verkaufte.


Eine Besonderheit gibt es aber im "Ichiran Ramen": Die Gäste sitzen allein, durch eine Holzwand vom Nebenmann getrennt. So kann man sich noch besser auf den reinen Genuss konzentrieren. Schließlich soll sich das tagelange Warten auch lohnen - und nicht durch unnötige Kommunikation mit Freunden oder dem Partner kaputt gemacht werden.

Rezept-Quickie: Dieser Ramennudel-Burger aus dem Waffeleisen ist der Knaller



 

Themen in diesem Artikel