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Keine höchste Güteklasse Die Schummelei mit dem Olivenöl: "Ökotest" kann nur zwei empfehlen

Ökotest hat native Olivenöle getestet. 
Olivenöl findet sich hierzulande wohl fast in jeder Küche

Wegen seines hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren gilt es als besonders gesund

Doch der Test des Verbrauchermagazins „Öko-Test“ könnte nun seinem guten Image schaden 

20 Olivenöle der eigentlich qualitätsversprechenden Güteklasse „nativ extra“ wurden getestet

Das erschreckende Ergebnis: Jedes zweite war mit Mineralöl verunreinigt

Mineralöl kann über Schmieröle von Produktions- und Erntemaschinen in die Lebensmittel gelangen

Einige der Stoffe können potenziell krebserregend sein

In der Hälfte der getesteten Öle wurde der besonders bedenkliche Mineralölkohlenwasserstoff MOAH nachgewiesen

Ebenso zeigten vier Öle Fehlnoten im Geschmack auf

Sie schmeckten ranzig oder stichig – in der Güteklasse „nativ extra“ verboten

Die Öle wurden falsch deklariert

Insgesamt erhielten von den zwanzig getesteten Olivenölen nur zwei das Testergebnis „gut“
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Fast schon frech, welches Olivenöl es auf dem Markt zu kaufen gibt. Die meisten halten ihre Versprechen nicht, zudem ist jedes zweite mit Mineralöl verunreinigt. "Ökotest" empfiehlt nur zwei Produkte.

Die einzig gute Nachricht, die "Ökotest" im Olivenöl-Test erzählen kann, ist, dass alle 20 getesteten Olivenöle aus Oliven bestehen. Das war's aber auch schon. Die Tester gehen mit den Minimalanforderungen ans Olivenöl heran: Es sollte frei von Schadstoffen sein und die Qualität muss stimmen. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner. Leider ist dem nicht so.

Erschreckenderweise steckt in jedem zweiten Olivenöl Mineralöl. Und zwar in extrem hohen Dosen. Unter Mineralölkohlenwasserstoffen versteht man eine sehr große Gruppe vieler verschiedener Stoffen, von denen einige krebserregend sind. Diese Bestandteile haben in Lebensmitteln nichts zu suchen.

Nur zwei Olivenöle empfehlenswert

Bei vier Olivenölen stellten die Prüfer außerdem sensorische Fehler fest. Die Öle von Alnatura, Byodo und Naturata schmeckten ranzig, das von De Cecco stichig. Bei der höchsten Güteklasse "nativ extra" ist das eigentlich verboten. Dann müsste es als "natives" Olivenöl deklariert werden. Schmeckt ein Öl ranzig, ist es stark oxidiert. Wie es dazu kommen kann? 

Um erstklassiges Öl zu erhalten, muss die Olive geerntet und sofort gepresst werden, nur so kann Qualität gewährleistet werden. In der Industrie ist das nicht immer der Fall. Dort werden Oliven aus verschiedenen Ländern angeliefert und über einen längeren Zeitraum gelagert. Natürlich sind darunter auch schlechte Früchte, zum Beispiel verschimmelte Oliven. Werden diese nicht aussortiert, schmeckt das Olivenöl später muffig und ranzig. 

Empfehlen kann "Ökotest" deshalb nur zwei Olivenöle: Rapunzel Kreta Natives Olivenöl für 9,99 Euro pro 500 Milliliter und Primoli I.G.P. Toscano Olio für 12,99 Euro. Beide schmeckten den Testern. Testverlierer ist das Primadonna-Öl von Lidl, es schmeckte unharmonisch.

Den ganzen Test können Sie gegen Gebühr hier beziehen.

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