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Stars der Bio-Kiste: Das Radieschen

Der kleine Verwandte des Rettichs ist nicht für alles zu haben. Aber wenn man ihn lässt, kann er richtig scharf sein.

Tief im Innern seines weißen Herzens ist das Radieschen radikal: Man muss es nehmen, wie es ist. Jeden Versuch, es zu konservieren, straft es mit Schlappheit; gekocht wird es blass und fade. So lässt die Industrie, die sonst jedes Grünzeug klein kriegt, tunlichst die Finger von ihm. Gut so! Denn in seinem Urzustand ist es am besten: roh, knackig, scharf. Letzteres kommt vom Allyl-Senföl, das sich besonders reichlich entwickelt, wenn die Knöllchen unter freiem Himmel groß werden dürfen, und das zudem Stoffe enthält, die antibiotisch und wohl auch krebsvorbeugend wirken. Dazu enthalten die Rotlinge reichlich Vitamin C, Kalium und Eisen - genug für alle, denen innere Werte wichtig sind.

Der Rest der Welt lässt sich davon überzeugen, wie lässig Radieschen die Hauptrolle in einem Salat übernehmen, Joghurt in einen Dip mit Biss verwandeln oder Eisberg-Einerlei Geschmacks- und Farbakzente geben. In Frankreich verwendet man auch die Blätter, solange sie noch grün und saftig sind, und macht mit mehligen Kartoffeln, Gemüsebrühe, Crème fraiche und Kerbelblättern ein feines Süppchen draus - ziemlich gute Idee. Hierzulande soll es Kochbücher geben, die allen Ernstes behaupten, man könne Radieschen 20 Minuten in Salzwasser garen und dann mit heller Mehlschwitze servieren. Nehmen Sie solche Entgleisungen als das, was sie sind: ein Anlass, sich ein neues Kochbuch anzuschaffen.

Ruth Hoffmann / print
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.