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Interview

Gastronomie: Expertin packt aus: Was Frauen von dem Beruf der Köchin abschreckt

Klar können Frauen sehr gut kochen! Aber es gibt viel mehr Jungen als Mädchen in Deutschland, die den Beruf Koch oder Köchin erlernen wollen. Eine Expertin erläutert die Hintergründe.

Sonja Frühsammer ist eine von wenigen Spitzenköchinnen in der Branche. Das Missverhältnis beginnt bisher schon in der Ausbildung: Auf drei männliche Auszubildende im Fach Koch und Köchin kommt ein weiblicher. "Diese Zahl ist seit vielen Jahren nahezu konstant", sagt Sandra Warden von der Dehoga.  

Sonja Frühsammer ist eine von wenigen Spitzenköchinnen in der Branche. Das Missverhältnis beginnt bisher schon in der Ausbildung: Auf drei männliche Auszubildende im Fach Koch und Köchin kommt ein weiblicher. "Diese Zahl ist seit vielen Jahren nahezu konstant", sagt Sandra Warden von der Dehoga.  

Eigentlich kann es sich die Gastronomie-Branche wegen des Fachkräftemangels nicht leisten, auf das Können von Köchinnen zu verzichten. Trotzdem lernen recht wenige Frauen diesen Beruf. Das sagte Sandra Warden aus der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes - kurz Dehoga - im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Kindergärten und Horte sind meist nicht auf branchenübliche Arbeitszeiten eingestellt", das schrecke manche ab. 

Frau Warden, wie sieht es im Gastgewerbe insgesamt mit dem Frauenanteil aus? Und wie beim Koch-Beruf?

Im Gastgewerbe insgesamt sind etwas mehr als die Hälfte der Beschäftigten Frauen. Bei den Auszubildenden betrug der Anteil im Jahr 2016 auch beinahe 50 Prozent. Zudem sind viele Spitzenpositionen mit Frauen besetzt. In keinem anderen Wirtschaftszweig gibt es mehr Unternehmerinnen als in der Branche der Gastlichkeit. Schaut man sich die Zahlen im Bereich Koch und Köchin an, ergibt sich ein etwas anderes Bild: Hier ist knapp jeder vierte Auszubildende weiblich. Diese Zahl ist seit vielen Jahren nahezu konstant. 

Was sind die Gründe, was könnte die Frauen abschrecken? Haben Sie das mal erhoben?

Erhebungen dazu gibt es unseres Wissens nicht. Was man sagen kann: Der Kochberuf ist ein hochattraktiver, kreativer und erfüllender Beruf mit besten Perspektiven. Andererseits ist er in aller Regel mit Arbeit insbesondere am Abend und am Wochenende verbunden. Eine Herausforderung, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Kindergärten und Horte sind meist nicht auf branchenübliche Arbeitszeiten eingestellt. Schulferien stellen Eltern vor große Herausforderungen, da sie oft mit Saisonzeiten zusammenfallen. Zudem ist die Arbeit, auch wenn sie durch moderne Küchentechnik leichter geworden ist, weiter körperlich anstrengend. Übrigens: Bei den Food-Bloggern ist die deutliche Mehrzahl weiblich.

Und wie sieht es mit dem Können, mit den Leistungen aus? 

Ein Blick auf die beeindruckenden Leistungen vieler Frauen in den Küchen der Republik beweist, dass sie bestens qualifiziert sind. Auch bei den Koch-Meisterschaften für den Nachwuchs während der Ausbildung agieren viele der angehenden Köchinnen schon sehr erfolgreich. So stand bei unseren Deutschen Jugendmeisterschaften im Bereich Koch und Köchin in den letzten fünf Jahren immer eine junge Frau auf dem Siegertreppchen. 

Manche Restaurants stöhnen, dass es nicht einfach ist, gutes Personal zu finden. Stichwort Fachkräftemangel. Was heißt das für Frauen?

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung kann es sich die Branche nicht leisten, auf das Wissen und Können von gut ausgebildeten Köchinnen zu verzichten. Und so registrieren wir erfreulicherweise, dass es heute auch mehr Frauen in Führungspositionen gibt als früher. Die Betriebe sind sich durchaus des Themas bewusst und bieten Köchinnen neue Perspektiven. Der Dehoga unterstützt sie darin. 

Petra Kaminsky/DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.