HOME

Coronakrise: McDonald's unterstützt seine deutschen Filialen und verzichtet auf Millionen – erst einmal

Auch der Fastfood-Riese hat in der Coronakrise mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Dennoch stellt sich die amerikanische Burger-Kette jetzt solidarisch an die Seite ihrer deutschen Partner und verzichtet auf Gebühren und Miete – zumindest eine Zeit lang.

Weil die Filialen für Gäste geschlossen bleiben mussten, setzte McDonald's vermehrt auf McDrive.

Weil die Filialen für Gäste geschlossen bleiben mussten, setzte McDonald's vermehrt auf McDrive.

Picture Alliance

Knapp eine Woche nach dem 80. Geburtstag macht  McDonald's seinen deutschen Franchise-Partnern ein verspätetes Geschenk: Zeit. Damit können sich die Restaurantbetreiber mit einer Sorge weniger auf den Restart ihrer Filialen konzentrieren.

Denn für die Monate März und April müssen sie zunächst weder Gebühren noch Miete an den amerikanischen Konzern abdrücken. Ein Teil der Pacht wurde sogar komplett erlassen."Wir wollten damit Sicherheit geben", sagte McDonald's-Deutschland-Chef Holger Beeck der "WirtschaftsWoche". 

Knapp 1500 Filialen profitieren

Um den Aufschub zu ermöglichen, verzichte die Zentrale vorerst auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag, so Beeck. Welche Unterstützung die Partner der Burger-Kette weiterhin erhalten können, werde nach Einzelfall entschieden.

Von der Stundung profitieren etwa 200 Franchise-Nehmer, die knapp 1500 McDonald's-Filialen in Deutschland betreiben und etwa 60.000 Mitarbeiter beschäftigen. 

22 Prozent weniger Erlös

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machte in den vergangenen Wochen auch vor dem goldenen "M" nicht Stopp. Noch bevor in Europa und in den USA viele Filialen schließen mussten, brach das Geschäft mit dem schnellen Burger ein.

Im ersten Quartal fielen die Erlöse aus den 39.000 Filialen weltweit um sechs Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Allein im März gingen die Erlöse um 22 Prozent zurück. Die Jahresprognose hat das Unternehmen längst zurückgezogen.  

Happy Meal weiter begehrt

Weil die Pforten des hochfrequentierten Schnellrestaurants während der Corona-Beschränkungen für Gäste geschlossen bleiben mussten, hatte sich die Burger-Kette auf den Verkauf über den Drive-in konzentriert.

Obwohl dort der Umsatz in dieser Zeit gesteigert werden konnte, habe dieser aber den restlichen Umsatzausfall nicht kompensieren können, teilte Beeck mit.

Im Vergleich: Vor Ausbruch der Pandemie machte McDonald's 70 Prozent seines Umsatzes durch Innengastronomie. 

So bekommen Sie den besten Service bei McDonald's

Während vor der Krise vor allem das Frühstücksangebot des Schnellrestaurants ordentlich Geld in die Kassen spülte und 40 Prozent des Umsatzes ausmachte, bewährte sich in der Coronazeit ein anderes Produkt.

"Das Happy Meal hat in der Coronazeit die wenigsten Verluste", sagte Beeck. Er glaube, viele Eltern haben damit zu Hause für ein bisschen Spaß und Abwechslung sorgen wollen.


Lesen Sie auch:

- 80 Jahre McDonald's: Acht kuriose Fakten zur Burger-Kette

- Ex-McDonald's Chef warnt: "Geht nicht hin! Nicht zu Burger King, nicht zu McDonald's!"

- Was steckt bei McDonald's wirklich im Rindfleisch?


Quellen: Wirtschaftswoche, Tagesschau, Börse online