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Wälder und Wiesen: Pilze sammeln in diesem Herbst - So wird die Saison 2018

Pilze sammeln ist im Herbst ein Hobby vieler Feinschmecker. Für die aktuelle Saison gibt es jetzt Prognosen. Sind Pilz-Apps eine gute Hilfe? Experten haben dazu eine klare Meinung.

Wiesen-Champignons wachsen im Gras

Wiesen-Champignons im Gras. Die intensive Landwirtschaft macht diesen Pilzen zu schaffen.

DPA

Für Pilzsammler ist dieser Sommer alles andere als super. Jens Karius geht in die Pilze, seit er ein Kind ist. Doch so eine schlechte Saison hat der 47-Jährige aus Weyhe in der Nähe von Bremen bisher noch nie erlebt. "Die Sommerpilze sind komplett ausgefallen", sagt er. Selbst in seinem Urlaub in Schweden, wo die Pilze normalerweise üppig wachsen, hatte er kein Glück. Schuld daran ist die Trockenheit in diesem Sommer. Denn das mögen die meisten Pilze überhaupt nicht.

"Im Augenblick ist noch relativ wenig zu holen", bestätigt Marco Thines, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mykologie. Diese kann auf das geballte Wissen von Wissenschaftlern, Hobbyforschern, Züchtern und Naturschützern zurückgreifen. "Lokal sind die Unterschiede riesig", sagt Thines. "Aber für Gesamtdeutschland würde ich ein eher schlechtes Pilzjahr erwarten." Sollte es in den nächsten Wochen jedoch ordentlich regnen, könne sich das noch ändern.

Pilze leiden unter dem Klimawandel

Müssen sich Pilzsammler angesichts des Klimawandels häufiger auf schlechte Jahre einstellen? Das können Fachleute nicht definitiv beantworten. "Man stellt fest, dass manche Pilze früher als sonst im Jahr auftreten und dass wärmeliebende Arten häufiger vorkommen", sagt Thines. "Im Moment sind das Trends." Es fehle aber an Studien, die das statistisch auswerten. Der Grund: Wo welche Pilze wachsen, melden nur einige Dutzend ehrenamtliche Helfer. Deshalb ist die Datenbasis mager.

Etwa 9000 Großpilze sind in Deutschland bekannt. 6000 hat das Bundesamt für Naturschutz auf ihre Gefährdung hin untersucht. Ein Viertel davon steht demnach auf der Roten Liste, gilt also als mehr oder weniger stark gefährdet. Ein weitere Viertel gilt als ungefährdet. Bei den übrigen Arten können Experten keine genaue Einschätzung abgeben, da nicht genug Daten vorliegen. "Es gibt Pilzarten, die waren früher weit verbreitet und sind jetzt kaum noch zu finden", sagt Thines. Von den Großpilzen seien zwar nur etwa 100 als Speisepilz bedeutend, doch auch sie würden Lebensräume verlieren.

Ein Beispiel ist der Wiesenchampignon, dem die intensive Landwirtschaft zu schaffen macht. Durch Dünger und Autoabgase reichert sich Stickstoff in den Böden an, auf den die meisten Pilze empfindlich reagieren. "In Deutschland gibt es außerhalb der Nationalparks keine Wälder, die natürlich sind", ergänzt Thines. Viele seltene Pilze gebe es nur dort, wo totes Holz herumliege.

Das ist nicht nur eine schlechte Nachricht für Pilzfreunde, sondern auch für Ökosysteme wie den Wald. Denn Pilze spielen darin eine herausragende Rolle. Sie sind die einzigen Organismen, die tote Baumstämme in wenigen Jahren zersetzen können. Zudem versorgen sie mit ihrem unterirdischen Geflecht Bäume und Kräuter mit Nährstoffen und Wasser. Überdies leben sie in Symbiose mit vielen Pflanzen und Tieren - sie helfen Kühen zum Beispiel dabei, Gras zu verdauen. Ohne sie wäre Getreide- oder Obstanbau kaum möglich, Medikamente wie Antibiotika, Brot und Wein könnten nicht hergestellt werden.

Fachleute bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie

Deshalb können sich Wissenschaftler wie der Evolutionsbiologe Thines von der Universität Frankfurt und der Freizeit-Pilzkenner Karius gleichermaßen für die vielfältigen Organismen begeistern. "Ich esse Pilze nicht nur gern", sagt Karius. "Sie sind auch wunderschön." Seit einem Jahr ist er geprüfter Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie. Er bietet in diesem Jahr erstmals Pilzwanderungen an und berät Sammler, die sich unsicher mit gefundenen Pilzen sind.

In den Wald gehen und Pilze sammeln - daran haben inzwischen wieder mehr Menschen Spaß. Bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zeigt sich das in der steigenden Zahl von Pilzsachverständigen. Doch auch Laien zieht es in die Pilze. Allerlei Bestimmungs-Apps für das Smartphone machen die Suche heute vermeintlich leichter. Doch Pilzkenner Karius hält davon wenig. "Ich finde das riskant. Gerade bei Pilzen, wo die Gefahr besteht, dass man sich vergiftet", sagt er. "Manche Pilze sind nur mit dem Mikroskop voneinander zu unterscheiden."

Wolfgang Prüfert hat für die Deutsche Gesellschaft für Mykologie bereits 2015 einige Apps getestet. Sein Urteil: Pilzsammler, die bei der Suche nur auf eine App vertrauten, spielen mit ihrem Leben. Seitdem sind zwar weitere Apps auf den Markt gekommen, unter ihnen sieht Prüfert aber keine bahnbrechende Neuerung. "Anfänger sollten komplett die Finger von Apps lassen", lautet deshalb seine Empfehlung.

Detaillierte Informationen über Pilze finden Sie hinter diesen Links

Die Rolle der Pilze im Ökosystem

Infos vom Nabu zu Pilzen

Studie zur weltweiten Pilzvielfalt

Pilz-Apps im Test

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anb / DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.