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Aktion gegen Lebensmittelverschwendung: WWF lädt zum "Essensretterbrunch"

Ein Zeichen gegen die immense Verschwendung: Der WWF und die Welthungerhilfe wollen Lebensmittel vor dem Müll retten und bereiten daraus in Berlin Speisen für bis zu 5000 Menschen zu - kostenlos.

Tonnen von Nahrung landen jedes Jahr im Müll

Jedes Jahr landen Tonnen an Nahrung im Müll. Mit der Aktion "Essensretterbrunch" wollen die Umweltorganisation WWF und die Welthungerhilfe auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen.

Brötchen und Gebäck stammen vom Vortag. Bei Tee und Kaffee naht das Mindesthaltbarkeitsdatum - oder es ist schon überschritten. Die Marmelade wurde aus Kirschen gekocht, die um ein Haar nie gepflückt worden wären. Aus diesen Zutaten gibt es an diesem Samstag am Berliner Hauptbahnhof einen "Essensretterbrunch". Die Umweltorganisation WWF und die Welthungerhilfe tischen im Namen der Initiative "genießt uns" für bis zu 5000 Menschen kostenlos Lebensmittel auf, die normalerweise in der Tonne landen würden. Das Ziel: ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen.

"Jedes Jahr landen in Deutschland 18 Millionen Tonnen an Nahrung im Müll", sagt WWF-Sprecher Roland Gramling. Weltweit seien es jährlich 1,3 Milliarden Tonnen, ergänzt Simone Pott von der Deutschen Welthungerhilfe. "Gleichzeitig hungern 800 Millionen Menschen. Das ist ein Skandal", so die Sprecherin. Der verschwendete riesige Essensberg befeuert laut WWF den Klimawandel. Denn Treibhausgasemissionen durch Düngung, Transport und Kühlung fielen für die weggeworfenen Lebensmittel vergeblich an. 

Aktionsplan gegen Verschwendung gefordert

Der WWF fordert eine nationale Strategie und einen Aktionsplan, um die Verschwendung um die Hälfte einzudämmen. Mit Blick auf die etwa 1,5 Tonnen Lebensmittel, die am Samstagvormittag verarbeitet und ab 11.30 Uhr gegessen werden sollen, sagt Gramling: "Wir gehen davon aus, dass niemand hungrig vom Platz gehen wird". Es gibt - wie beim Brunch üblich - auch Warmes. Unter anderem steht der niederländische Koch und Politaktivist Wam Kat am Herd. Er setzt sich schon seit Jahren gegen Lebensmittelverschwendung ein. 

Die Kirschen für die Marmelade stammen von einem Bauern in Brandenburg, gepflückt von Berliner Schülern. Der Landwirt ernte seine 800 Kirschbäume nicht ab, sagt Gramling. Es handle sich um eine alte Sorte mit relativ kleinen Früchten. Der Bauer würde damit einen extrem niedrigen Preis erzielen. "Es wäre für ihn ein Verlustgeschäft", sagt der WWF-Sprecher. Er konzentriere sich daher auf seine Milchviehhaltung. 

Der Schauspieler Andreas Hoppe ("Tatort"-Kommissar Kopper) will die Tafel offiziell eröffnen. "Ich finde es absurd, dass eine zu krumme Gurke oder eine Möhre mit vielen Füßen unter Umständen einfach weggeworfen werden, weil sie nicht unseren optischen Erwartungen entsprechen", sagt Hoppe, der sich seit längerem für den Kauf regionaler Lebensmittel einsetzt.

Mindesthaltbarkeitsdatum bei haltbaren Lebensmitteln

Mit Couscous- und Reisgerichten wollen die Veranstalter auf ein weiteres Thema aufmerksam machen: "Lebensmittel wie diese, aber auch Zucker, Salz und Wasser brauchen kein Mindesthaltbarkeitsdatum", sagt Gramling. Bei richtiger Lagerung würden sie nicht verderben. Aus der Politik habe es dazu jetzt immerhin einen Vorstoß gegeben. Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner hat vor wenigen Tagen gefordert, das Mindesthaltbarkeitsdatum bei haltbaren Lebensmitteln abzuschaffen, weil es die Verschwendung befördere.

Anja Sokolow / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.