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Besser als ihr Ruf Stiftung Warentest prüft Chicken Nuggets – ein Produkt ist geschmacklich spitze

Chicken Nuggets
Die Nuggets stehen bei Kindern hoch im Kurs, aber sind sie auch gesund? Warentest hat den Check gemacht.
© Getty Images
Chicken Nuggets stehen nicht nur bei Kindern hoch im Kurs. Die knusprigen Fast-Food-Häppchen sind Bestseller, haben aber nicht den besten Ruf. Stiftung Warentest hat gecheckt, was unter der Panade steckt. Geprüft wurden auch Veggie-Alternativen.

Chicken-Nuggets haben einen Stammplatz in den Top 10 der liebsten Kindergerichte, direkt neben Spaghetti Bolognese und Fischstäbchen. Erfunden wurden sie, so geht die Geschichte, wenig überraschend in den USA und zwar von dem Ernährungswissenschaftler Robert Carl Baker. Das weiß nur heute kaum einer mehr. Denn auf die ganz große Bühne gehievt hat die "Goldstücke" ein anderer: der Fast-Food-Riese McDonald's. Seit die Kette die Nuggets 1983 auf die Speisekarte nahm, ist der Appetit auf diese riesig. Aber sind sie auch gesund?

Stiftung Warentest hat sich einmal genauer angesehen, was unter der Panade steckt. 15 tiefgefrorene Chicken-Nuggets-Produkte wurden auf ihre Qualität geprüft sowie fünf Veggie-Alternativen. Das Ergebnis ist erfreulich: Jedes zweite Produkt schnitt im Gesamtergebnis mit "gut" ab, neun sind immerhin "befriedigend". Nur eines muss sich mit der Bewertung "ausreichend" zufrieden geben. Die Nuggets von "Mekkafood" sind im Vergleich die schlechtesten.

Nuggets im Warentest – überraschend lecker

An der Hälfte der getesteten Nugget-Produkte haben die Tester geschmacklich erstaunlich wenig zu mäkeln und werten diese als mindestens "gut". Die absolute Traumnote in Sachen Geschmack greift Bofrost für seine "Chicken Chips" ab (1,0). Die Marke stellt gleichzeitig den Testsieger (Gesamtnote 1,7). Doch auch die fleischlose Konkurrenz kann mithalten. Die veganen Nuggets von "Rügenwalder Mühle" sind laut Warentest "den besten mit Fleisch ebenbürtig". Sie erzielten mit der Note 1,8 das zweitbeste Ergebnis.

So weit, so gut. entgegen der guten Bewertungen haben die Tester auch weniger Appetitliches gefunden. So fanden sie teilweise hohe Gehalte an 3-MCPD-Estern in den Produkten, diese sind möglicherweise krebserregend. Warentest hat die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit angegebene tolerierbare Verzehrmenge pro Tag auf ein etwa vierjähriges Kind runtergerechnet, kann aber Entwarnung geben. Selbst bei dauerhaftem Verzehr von 100 Gramm Nuggets am Tag wird es demnach schwierig diese Marke zu knacken, nur bei einem Produkt wäre es theoretisch möglich. Im Einzelfall wurden zudem auch Schimmelgifte gefunden, die im schlimmstenfalls zu Erbrechen führen können.

Fast-Food-Ketten im Test

Nuggets mit Pommes? Nicht die beste Idee

Die Testsieger der beiden Kategorien sind zwar preislich noch im oberen Mittelfeld, Bofrost berechnet für 100 Gramm Hühnchen-Nuggets 1,43 Euro, Rügenwalder Mühle für das Veggie-Pendant sogar 1,55 Euro, damit liegen sie mehr als einen Euro unter dem teuersten Produkt. Allerdings kommt das teuerste Produkt auch mit Bio-Fleisch. Unterm  Strich schneiden aber auch einige preiswerte Handelsmarken wie Edekas Chicken Nuggets von Gut & Günstig (Not 2,0)  gut ab, fast so gut wie die besten. Dabei kosten sie gerade mal etwa ein Drittel (50 Cent/100 Gramm). 

Am Ende bleibt eine Frage: Können Eltern guten Herzens ihren Kids das Fast Food servieren? Es kann aufgeatmet werden. Die Experten kommen zu dem Ergebnis, dass für ein Kind zwischen vier und sieben Jahren die "ernährungsphysiologische Qualität gut bis befriedigend" ist. Dabei gehen die Tester davon aus, dass die Kids etwa vier Nuggets pro Mahlzeit essen. 
Auf die Pommes als Beilage sollte allerdings bestenfalls verzichtet werden. Da die Nuggets allein schon ordentlich Kalorien mit sich bringen, empfehlen sie eher Reis, Salzkartoffeln oder Salat.

Den kompletten Test können Sie gegen Gebühr aus test.de einsehen.

tpo

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