Helfer in Afghanistan Herr Grotian, wie geht es den Ortskräften in Afghanistan? "Sie leben in ständiger Angst. Wenn sie noch leben"

Ex-Soldat Marcus Grotian setzt sich für Ortskräfte ein
"Es geht darum, wie die der deutsche Staat mit Menschen umgeht, die in seinem Auftrag arbeiten", sagt Marcus Grotian. Der Ex-Soldat setzt sich für afghanische Ortskräfte ein
© REUTERS/Hannibal Hanschke
Marcus Grotian war als Soldat in Afghanistan stationiert. Heute setzt er sich für Ortskräfte ein, die nach dem Abzug zurückgelassen wurden. Im Interview wirft er der alten Bundesregierung unterlassene Hilfeleistung vor und der neuen, Bürokratie über die Rettung von Menschen zu stellen.

Herr Grotian, die Bundesregierung hat vor einer Weile angekündigt, bis Mitte September einen Großteil der ehemaligen Ortskräfte, die noch in Afghanistan sind und eine Aufnahmezusage haben, in Sicherheit bringen zu wollen. Halten Sie das noch für realistisch?
Nein. Ich lasse mich gerne positiv überraschen, aber ich sehe gerade nicht kommen, dass die Bundesregierung in den nächsten Wochen tausende Ortskräfte außer Landes bringen wird. Die Evakuierungen stocken.

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