Studieren und Corona Sie brechen ab oder schreiben sich gar nicht erst ein: Deutschlands Nachwuchselite ist Verlierer der Pandemie

Sophie Feiber, Michel Breuer, Frauke Pohlschmidt, Till Scherle auf dem Campus ihrer Uni in Essen
Sophie Feiber, Michel Breuer, Frauke Pohlschmidt, Till Scherle (von links) auf dem Campus ihrer Uni in Essen, den sie in den letzten zwei Jahren kaum für Vorlesungen besuchen konnten
© Sebastian Wolf
Studierende haben keine Lobby. In der Pandemie wurde die geistige Nachwuchselite des Landes von der Öffentlichkeit fast ignoriert. Ein Armutszeugnis. Die Hochschulen brauchen dringend eine Bildungsrevolution. 

"Wird Zeit, datte anne Schüppe komms." Dieser Satz fällt im Ruhrgebiet schon mal, wenn junge Leute nichts mit sich anzufangen wissen. Sophie Feiber, 24, würde gern "anne Schüppe". Die Studentin der Politikwissenschaft ist extra in den Pott gezogen, um an der Universität Duisburg-Essen (UDE) ihren Bachelorabschluss mit einem Master zu veredeln. Nur: Es lässt sie kaum jemand ran. Ihre Fakultät ist fast immer geschlossen wegen Corona. Erst vor Kurzem durfte sie erstmals eine Präsenzveranstaltung besuchen. Nach bald anderthalb Jahren! Ihre Dozierenden kennt sie fast nur zweidimensional aus dem Videochat, "und Kommilitonen von Waldspaziergängen."  

Mehr zum Thema