Die Südwest-CDU will sich im Falle eines Wahlsieges auch auf Landesebene von sogenannten Wirtschaftsweisen beraten lassen. "Wir wollen mehr und vor allem kontinuierlich Expertise an der Seite der Regierung etablieren und auch institutionalisieren – dazu gehören auch Frühjahrs- und Herbstgutachten für Baden-Württemberg", sagte CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesregierung lässt sich in wirtschaftlichen Fragen schon seit vielen Jahren von fünf sogenannten "Wirtschaftsweisen" beraten.
Der Sachverständigenrat im Südwesten solle vor allem prüfen, ob Entscheidungen neue Wettbewerbsfähigkeit und neuen Wohlstand schaffen würden oder ob sie dagegen Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand kosteten, so Hagel. Das Gremium soll direkt beim Ministerpräsidenten angesiedelt sein. Besetzt werden solle es mit Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern sowie Persönlichkeiten aus Industrie, Mittelstand oder Handwerk, heißt es im Entwurf eines Positionspapiers, das die Landespartei heute bei ihrer Klausur im Kloster Schöntal beschließen soll.
Freiburger Top-Ökonom soll Rat leiten
Geleitet werden soll das Gremium der CDU zufolge vom Freiburger Top-Ökonomen Lars Feld, der auch Vorsitzender der Wirtschaftsweisen auf Bundesebene war. Zudem war er Berater des damaligen Finanzministers Christian Lindner (FDP) während der Ampel-Regierung. Feld lehrt als Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg.
Feld verbinde wissenschaftliche Präzision mit klarer Sprache, er sei ein Ökonom, der nicht nur rechne, sondern auch erkläre, so Hagel. "Mit ihm setzen wir auf Unabhängigkeit, Fachlichkeit und Glaubwürdigkeit – das Fundament jeder guten Wirtschaftspolitik."