Nach der Niederlage im größten Spiel der Vereinsgeschichte saß die Enttäuschung bei den Profis des SC Freiburg tief. Selbstkritisch haderten sie mit den Gegentoren zum 0:3 (0:2) im Europa-League-Endspiel von Istanbul gegen Aston Villa. "Das ist einfach zu billig", schimpfte Stürmer Igor Matanovic. "So etwas darf uns in der neuen Saison nicht passieren."
Trainer Schuster: "Das muss man sich vorwerfen"
Auch Trainer Julian Schuster sprach über Lehren, die die Mannschaft ziehen müsse. Man dürfe sich von der Qualität des Gegners "nicht erdrücken" lassen und müsse nach einem Gegentor schnell den Glauben an die eigenen Stärken zurückgewinnen. "Das muss man sich ein Stück weit vorwerfen, dass wir es in diesem Moment nicht geschafft haben", sagte der 41-Jährige zur Reaktion auf den Doppelschlag des englischen Erstligisten kurz vor der Halbzeitpause.
Trotz der klaren Niederlage gegen das favorisierte Team aus Birmingham kann der Club aus dem Breisgau stolz auf seine Saison und den märchenhaften Lauf im Europapokal sein. Zum ersten Mal erreichten die Freiburger ein internationales Endspiel. In der kommenden Saison werden sie als Tabellensiebter der Fußball-Bundesliga in den Playoffs zur Conference League antreten.
Man habe also gleich wieder die nächste Chance, sagte Schuster. In der neuen Saison erneut auf einen möglichen Titelgewinn hinzuarbeiten, werde eine Motivation sein, "wenn dann die Tränen getrocknet sind". Das Endspiel der Conference League findet 2027 wieder in Istanbul statt.