Fernsehen
Kommissare bei "Tatort"-Dreh plötzlich selbst verdächtig

Carlo Ljubek (l) und Ferdinand Hofer (r) haben auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine neue "Tatort"-Folge gedreht. Foto: Kay
Carlo Ljubek (l) und Ferdinand Hofer (r) haben auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine neue "Tatort"-Folge gedreht. Foto
© Kay Nietfeld/dpa
Ein mysteriöser Mord, hochrangige Gäste laufen durchs Bild, und die Sicherheitschecks sind echt: Warum der neue Münchner "Tatort" für das Team zur besonderen Herausforderung wurde.

Der "Tatort"-Dreh auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Nobelhotel Bayerischer Hof war für die TV-Kommissare Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek eine besondere Herausforderung. "Plötzlich wurden wir von den Kommissaren zu den Verdächtigen", berichteten die Schauspieler, die in der Krimi-Reihe als Kalli Hammermann (Hofer) und Nikola Buvak (Ljubek) ermitteln, der Deutschen Presse-Agentur. "Bei einer spontanen Sicherheitskontrolle waren wir kurz davor, abgeführt zu werden, weil ein Herr Buvak und ein Herr Hammermann natürlich nicht als Teilnehmer der Sicherheitskonferenz akkreditiert waren."

Wenn Mächtige durchs Bild laufen

Doch das Problem ließ sich schnell klären, waren die beiden Schauspieler doch hochoffiziell für den Bayerischen Rundfunk (BR) im Einsatz, um während des Treffens von Mächtigen aus aller Welt eine neue Folge für die ARD-Krimireihe zu drehen. "Eine solch gigantische Kulisse mit so viel internationaler Prominenz wäre für einen "Tatort" unter normalen Umständen unvorstellbar", waren sich Hofer und Ljubek einig. Der Dreh sei aber auch sehr unberechenbar gewesen. "Man weiß nie, was als Nächstes passiert oder welche Politikerin, welcher Politiker gerade vorbeiläuft und sich ins Bild "schummelt"".

Mysteriöser Tod einer Dolmetscherin

In der Folge "Der sichere Tod" der ARD-Krimi-Reihe müssen die Kommissare den mysteriösen Unfalltod einer Dolmetscherin aufklären. Bald wird klar: Es war Mord und der Täter treibt sich auf der Sicherheitskonferenz herum. Doch die Ermittlungen unter Hunderten hochrangigen Gästen aus aller Welt aus Politik und Wirtschaft sind extrem kompliziert. Dafür sorgen nicht zuletzt die hohen Sicherheitsvorkehrungen, diplomatische Immunitäten und Vorgänge, die hochgeheim sind.

Unter Regie von Lancelot von Naso stehen für den Krimi auch Roman Knizka, Sophie von Kessel und der schwedische Schauspieler Björn Bengtsson ("Die Lüge") vor der Kamera. Auf der Sicherheitskonferenz war nach BR-Angaben allerdings nur ein kleines Team dabei, darunter die beiden Kommissare, für die es der zweite gemeinsame Krimi ist.

dpa